Immer wenn Sie in der Lebensmittelindustrie hochautomatisierte technische Wunderwerke sehen, denken Sie an diesen kuriosen Vorläufer von vor über 50 Jahren.
In Claude Zidis Satire „L’aile ou la cuisse“ (1976) dient die Szene in der Tricatel-Fabrik als groteske, neonbeleuchtete Vorahnung einer kulinarischen Dystopie. Als Charles Duchemin und sein Sohn Gérard in die Anlage eindringen, werden sie Zeugen einer mechanischen Fließbandproduktion, bei der „Nahrungsmittel“ aus Chemikalienbehältern statt aus Erde oder von Nutztieren hergestellt werden. Die Bilder sind ungeniert absurd: Synthetische Hühner werden wie Gummihandschuhe aufgeblasen, würfelförmige Eier extrudiert, um die Verpackungseffizienz zu maximieren, und Pasten auf Erdölbasis werden in erkennbare Formen gegossen.
Die heutige Lebensmittelindustrie hat Tricatels Wahnsinn wohl eingeholt, auch wenn sie die klobigen Maschinen der 70er-Jahre gegen ein elegantes Silicon-Valley-Branding eingetauscht hat. Während das „Petroleumhuhn“ im Film ein Witz war, bewegen wir uns heute hin zu 3D-gedrucktem Wagyu-Rindfleisch, im Labor gezüchteten „kultivierten“ Proteinen und hochverarbeiteten Snacks, die im Labor entwickelt wurden, um mit chirurgischer Präzision „Genusspunkte“ zu erreichen. Die würfelförmigen Eier des Film haben sich zu den hochoptimierten, quadratisch verpackten Mahlzeitenersatzprodukten der Neuzeit entwickelt und damit bewiesen, dass Zidi nicht nur eine Komödie drehte – er entwarf einen Plan.
Wir haben die gummiartigen Texturen der Vergangenheit möglicherweise durch hochentwickelte, pflanzenbasierte Bindemittel und Hightech-Verfahren ersetzt. Marketing Dadurch wirkt die Industrialisierung des Abendessens wie eine bewusste Lebensstilentscheidung.
Beachten Sie, dass diese „moderne“ Lebensmittelindustrie aus dem Jahr 1976 stammt. Was gibt es also bei Ihnen zum Abendessen?
- ein sogenanntes Huhn
- ein mit Schimmelpilzen injizierter Fisch
- ein aufgeblähter Salat
- Würfeleier
Fabrikabstrakt, aus „Der Flügel oder die Keule?“, aus dem Französischen “Der Flügel oder der Oberschenkel” unter der Regie von Claude Zidi, mit Louis de Funès und Coluche:
Abgesehen von der schlechten Seite von gefälschten Lebensmitteln bevorzugen wir im Großen und Ganzen normale, qualitätsorientierte, fabrikgefertigte Lebensmittel. Herstellung, als sehr schlechte handwerkliche Küche, da die Film Siehe auch unten.
Charles Duchemin (Louis de Funès) spielt einen ausländischen Touristen für die Küchenprüfung eines geheimen Restaurants):











