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Shewhart-Kontrollkarte

1924
  • Walter A. Shewhart
Shewhart-Regelkarte zur Prozessüberwachung in der Qualitätskontrolle.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Ein grafisches Werkzeug, das verwendet wird in SPC Zur Überwachung einer Prozessvariablen im Zeitverlauf werden Datenpunkte zwischen einer Mittellinie (CL), die den Prozessmittelwert darstellt, und der oberen (UCL) und unteren (LCL) Kontrollgrenze aufgetragen. Diese Grenzen werden typischerweise auf drei Standardabweichungen vom Mittelwert (µ ± 3σ) festgelegt und definieren den Bereich der zu erwartenden Abweichungen aufgrund üblicher Ursachen.

Die Regelkarte ist das wichtigste Instrument der statistischen Prozesskontrolle (SPC). Sie wurde von Walter A. Shewhart entwickelt und dient als visuelle Methode, um zwischen gewöhnlichen und besonderen Ursachen für Abweichungen in einem Prozess zu unterscheiden. Eine typische Regelkarte hat eine zeitbasierte x-Achse und eine messwertbasierte y-Achse. Drei horizontale Linien sind entscheidend: die Mittellinie (CL), die den statistischen Mittelwert der Prozessdaten darstellt; die obere Kontrollgrenze (UCL); und die untere Kontrollgrenze (LCL). Diese Kontrollgrenzen sind keine willkürlichen Zielvorgaben oder vom Kunden festgelegte Spezifikationsgrenzen. Sie werden vielmehr direkt aus den Prozessdaten selbst berechnet und repräsentieren die „Stimme des Prozesses“.

Die Standardberechnung dieser Grenzwerte basiert auf dem Prozessmittelwert (μ) und der Standardabweichung (σ), wobei die obere Kontrollgrenze (UCL) bei μ + 3σ und die untere Kontrollgrenze (LCL) bei μ ≤ 3σ liegt. Die Verwendung von drei Standardabweichungen ist eine statistische und ökonomische Entscheidung; sie wägt das Risiko, eine Prozessabweichung nicht zu erkennen (Fehler 2. Art), gegen das Risiko eines Fehlalarms (Fehler 1. Art) ab. Liegen die Datenpunkte innerhalb dieser Grenzen und weisen sie ein zufälliges Muster auf, gilt der Prozess als statistisch kontrolliert. Liegt ein Punkt jedoch außerhalb der Grenzen oder zeigen die Punkte innerhalb der Grenzen ein nicht-zufälliges Muster (wie beispielsweise in den Western Electric Rules definiert), deutet dies auf eine besondere Ursache für die Abweichung hin, die untersucht werden muss.

UNESCO Nomenclature: 1209
- Statistik

Typ

Software/Algorithmus

Störung

Wesentliche

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Laufdiagramme (Zeitreihendiagramme)
  • concept of standard deviation (karl pearson)
  • Theorie der statistischen Stichproben
  • Unterscheidung zwischen Variationen aufgrund natürlicher und besonderer Ursachen (Walter A. Shewhart)

Anwendungen

  • Überwachung des Fertigungsprozesses (z. B. Teileabmessungen, Gewichte)
  • Leistungsverfolgung in der Dienstleistungsbranche (z. B. Wartezeiten am Telefon, Fehlerraten)
  • healthcare patient monitoring (e.g., blood pressure, infection rates)
  • software performance monitoring (e.g., server response time, bug reports)
  • Finanzprüfung (z. B. Abweichungen bei Spesenabrechnungen)

Patente:

NA

Potenzielle Innovationsideen

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Verwandt mit: Kontrollkarte, Shewhart-Karte, obere Kontrollgrenze, untere Kontrollgrenze, Mittellinie, Drei-Sigma-Grenzen, Prozessüberwachung, SPC, Qualitätskontrolle, statistische Analyse.

Historischer Kontext

Shewhart-Kontrollkarte

1900
1911
1920
1924
1925
1930
1931
1900
1903
1914
1922
1925
1928
1930
1936

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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