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Q-switching (lasers)

1962
  • R. W. Hellwarth
  • F. J. McClung
Q-geschaltetes Lasersystem in einem modernen Labor für Anwendungen in der nichtlinearen Optik.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Q-Switching ist eine Technik zur Erzeugung hochintensiver, kurzer Laserpulse. Dabei wird die Laserwirkung vorübergehend unterbrochen, sodass das Verstärkungsmedium durch Besetzungsinversion eine große Energiemenge speichern kann. Anschließend wird der Gütefaktor (Q-Faktor) des Lasers schlagartig auf einen hohen Wert umgeschaltet, wodurch die gespeicherte Energie in einem einzigen, hochenergetischen Nanosekundenpuls freigesetzt wird.

Der Begriff „Q-Schaltung“ bezeichnet die Modulation des Gütefaktors (Q-Faktor) des optischen Resonators eines Lasers. Der Q-Faktor ist ein Maß für die Energiespeicherfähigkeit des Resonators; ein hoher Q-Faktor bedeutet geringe Verluste, ein niedriger Q-Faktor hohe Verluste. Der Q-Schaltvorgang umfasst zwei Phasen. Zunächst wird der Q-Faktor des Resonators während des Pumpens des Verstärkungsmediums bewusst niedrig gehalten (hohe Verluste). Dies verhindert die Ansammlung stimulierter Emission und den Beginn des Laserbetriebs, obwohl eine sehr große Besetzungsinversion entsteht. Das Verstärkungsmedium fungiert dabei als Energiespeicherkondensator.

Sobald die maximal mögliche Energie im Verstärkungsmedium gespeichert ist, wird der Q-Faktor schlagartig auf einen hohen Wert (geringe Verluste) umgeschaltet. Dies geschieht mithilfe eines Q-Schalters im Resonator. Da die Verluste nun sehr gering sind, übersteigt die optische Verstärkung die Laserschwelle deutlich. Das intensive Feld spontan emittierter Photonen im Resonator löst rasch eine massive Kaskade stimulierter Emission aus, wodurch die gespeicherte Energie im Verstärkungsmedium nahezu augenblicklich verbraucht wird. Dies führt zur Emission eines einzelnen, extrem kurzen Lichtimpulses mit sehr hoher Spitzenleistung (Megawatt bis Gigawatt) und kurzer Dauer, typischerweise im Nanosekundenbereich. Gängige Q-Schalter sind beispielsweise Drehspiegel (die ursprüngliche Methode), akustooptische Modulatoren und elektrooptische Modulatoren (Pockels-Zellen).

UNESCO Nomenclature: 2210
- Optik

Typ

Technik

Störung

Wesentliche

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Erfindung des Lasers
  • Verständnis der Laserresonatordynamik und des Q-Faktors
  • Entwicklung schneller optischer Verschlüsse (z. B. Kerr-Zellen)

Anwendungen

  • Laser-Tattooentfernung
  • industrielle Materialbearbeitung (Schneiden, Bohren)
  • Lidar-Systeme für Kartierung und Entfernungsmessung
  • Pumpen anderer Laser (z. B. Farbstofflaser)
  • nichtlineare Optikforschung

Patente:

NA

Potenzielle Innovationsideen

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Verwandt mit: Q-Schaltung, gepulster Laser, Riesenpuls, Spitzenleistung, Q-Faktor, Laserresonator, Besetzungsinversion, Energiespeicherung, akustooptischer Modulator, Pockels-Zelle.

Historischer Kontext

Q-switching (lasers)

1960
1960
1961
1962
1963
1965
1970
1960
1960
1960-05-16
1962
1963
1964
1968
1970

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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