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Elektrokatalyse

1960
Elektrokatalyse-Forschung in einem Labor mit elektrochemischem Zellenaufbau.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Elektrokatalyse ist eine spezielle Form der Katalyse, die die Geschwindigkeit elektrochemischer Reaktionen an einer Elektrodenoberfläche beschleunigt. Sie ist ein Teilgebiet sowohl der Katalyse als auch der Elektrochemie. Elektrokatalysatoren sind entscheidend für die Steigerung der Effizienz und die Senkung der Reaktionsgeschwindigkeit. Überspannung (die zusätzliche Spannung, die erforderlich ist, um eine Reaktion mit angemessener Geschwindigkeit anzutreiben) für wichtige Energieumwandlungsreaktionen.

Die Elektrokatalyse ist grundsätzlich mit der heterogenen Katalyse verbunden, allerdings mit der zusätzlichen Dimension, dass ein angelegtes elektrisches Potenzial die treibende Kraft der Reaktion steuert. Der Katalysator ist das Elektrodenmaterial selbst oder eine darauf aufgebrachte Substanz. Seine Funktion besteht darin, die Aktivierungsenergie für Elektronenübertragungsschritte zu senken. Ein wichtiger Leistungsmaßstab für einen Elektrokatalysator ist das Überpotenzial ([latex]\eta[/latex]), definiert als die Differenz zwischen dem thermodynamischen Potenzial und dem tatsächlichen Potenzial, das erforderlich ist, um eine bestimmte Stromdichte zu erreichen. Ein effizienter Elektrokatalysator minimiert [latex]\eta[/latex].

Die Leistung wird häufig anhand eines Tafel-Plots analysiert, der eine lineare Beziehung zwischen dem Logarithmus der Stromdichte ([latex]log(j)[/latex]) und dem Überpotential ([latex]\eta[/latex]) zeigt. Die Steigung dieses Diagramms, die Tafel-Steigung, gibt Aufschluss über den Reaktionsmechanismus. So sind beispielsweise die Sauerstoffentwicklungsreaktion (OER) und die Sauerstoffreduktionsreaktion (ORR) bekanntermaßen träge und erfordern große Überspannungen. Die Entwicklung billiger, reichlich vorhandener und effizienter Elektrokatalysatoren (z. B. Alternativen zu Platin) für diese Reaktionen ist ein wichtiges Ziel in der Forschung zu erneuerbaren Energien, da sie für Technologien wie Wasserelektrolyseure, Brennstoffzellen und Metall-Luft-Batterien entscheidend sind. Auch hier gilt das Sabatier-Prinzip, das besagt, dass der ideale Katalysator die Zwischenprodukte weder zu stark noch zu schwach bindet.

UNESCO Nomenclature: 2202
- Physikalische Chemie

Typ

Chemischer Prozess

Störung

Wesentliche

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Die Elektrolysegesetze von Michael Faraday
  • Walther Nernsts Arbeit über die Thermodynamik elektrochemischer Zellen
  • Julius Tafels Entdeckung der Beziehung zwischen Strom und Überspannung
  • Entwicklung des Potentiostaten für elektrochemische Messungen

Anwendungen

  • Brennstoffzellen (z. B. Wasserstoffoxidation und Sauerstoffreduktionsreaktionen)
  • Wasserelektrolyseure zur Wasserstoffproduktion
  • Elektrosynthese von Chemikalien
  • Korrosionsschutz
  • elektrochemische Sensoren

Patente:

NA

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Verwandt mit: Elektrokatalyse, Elektrochemie, Überspannung, Brennstoffzelle, Wasserspaltung, Elektrode, Tafel-Plot, Sauerstoffentwicklungsreaktion, Elektronenübertragung, Stromdichte.

Historischer Kontext

Elektrokatalyse

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1960
1960-05-16
1962
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1960
1961
1962

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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