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Das Bézout-Theorem

1779
  • Étienne Bézout
Study room of Étienne Bézout showcasing Bézout's Theorem and algebraic curves.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Der Satz von Bézout ist eine fundamentale Aussage der Schnitttheorie. Er besagt, dass die Anzahl der Schnittpunkte zweier ebener algebraischer Kurven vom Grad m und n genau mn beträgt, vorausgesetzt, man arbeitet in einer projektiven Ebene über einem algebraisch abgeschlossenen Körper, zählt Punkte mit Vielfachheit und schließt Punkte im Unendlichen ein, an denen sich parallele Asymptoten schneiden.

Der Satz von Bézout quantifiziert elegant die Schnittmenge von Kurven. In der affinen Ebene kann die Anzahl der Schnittpunkte aus mehreren Gründen kleiner als mn sein. Erstens können manche Lösungen komplexe Koordinaten besitzen. Zweitens können parallele Geraden in der affinen Ebene als Schnittpunkte in einem Punkt im Unendlichen betrachtet werden; die Übertragung auf die projektive Ebene P² schließt diese Punkte systematisch ein. Drittens können manche Schnittpunkte „entartet“ sein, beispielsweise wenn eine Gerade einen Kreis berührt. In diesem Fall muss der einzelne Berührungspunkt mit der Vielfachheit zwei gezählt werden, damit der Satz gilt. Das Konzept der Vielfachheit von Schnittpunkten ist ein entscheidender und subtiler Bestandteil der Theorie, der die exakte Zählung ermöglicht.

Beispielsweise schneiden sich eine Parabel ([latex]y=x^2[/latex], Grad 2) und eine Gerade ([latex]y=ax+b[/latex], Grad 1) in [latex]2 times 1 = 2[/latex] Punkten. Dies ist ersichtlich, wenn die Gerade die Parabel schneidet. Bei einer Tangente gibt es einen Schnittpunkt mit der Vielfachheit 2. Schneidet die Gerade die Parabel in der reellen Ebene nicht, existieren zwei Schnittpunkte mit komplexen Koordinaten. Der Satz lässt sich auf höhere Dimensionen verallgemeinern und besagt, dass [latex]n[/latex] Hyperflächen vom Grad [latex]d_1, dots, d_n[/latex] in [latex]mathbb{P}^n[/latex] sich in genau [latex]d_1 cdots d_n[/latex] Punkten schneiden, wiederum bei korrekter Zählung.

UNESCO Nomenclature: 1105
- Geometrie

Typ

Abstraktes System

Störung

Wesentliche

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Koordinatengeometrie (Descartes, Fermat)
  • Theorie der Polynomgleichungen (Newton, Maclaurin)
  • frühe Konzepte der projektiven Geometrie (Desargues, Pascal)
  • Cramers Paradoxon über die Anzahl der Punkte, die eine Kurve definieren

Anwendungen

  • Computergrafik (Berechnung von Schnittpunkten für Raytracing)
  • Robotik (Lösung inverser Kinematik für Roboterarme)
  • Computergestützte Geometrie und CAD/CAM-Systeme
  • Eliminationstheorie zur Lösung polynomischer Systeme
  • Himmelsmechanik (Analyse von Umlaufbahnen)

Patente:

NA

Potenzielle Innovationsideen

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Verwandt mit: Satz von Bézout, Schnitttheorie, projektive Ebene, algebraische Kurve, Vielfachheit, Grad einer Kurve, Polynomsystem, Punkte im Unendlichen.

Historischer Kontext

Das Bézout-Theorem

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1799
1801
1850
1875
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-550
1750
1790
1800
1844
1874

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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