Product Design, Manufacturing & Innovation Resources
Heim » GUM-Rahmenwerk für Messunsicherheit

GUM-Rahmenwerk für Messunsicherheit

1993-01-01
  • Joint Committee for Guides in Metrology (JCGM)
Calibration laboratory with technician measuring standard reference material in metrology.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Der „Leitfaden zur Angabe der Messunsicherheit“ (GUM) legt den internationalen Standard für die Bewertung und Angabe der Messunsicherheit fest. Er definiert Unsicherheit als einen nichtnegativen Parameter, der die Streuung der einem Messobjekt zuzuschreibenden Werte auf der Grundlage der verwendeten Informationen charakterisiert. Rahmen verschiebt den Fokus vom unerkennbaren „Fehler“ hin zu einem quantifizierbaren, probabilistischen Ausdruck des Zweifels an einem Messergebnis.

Das GUM-Rahmenwerk, 1993 vom BIPM im Auftrag von sieben internationalen Organisationen erstmals veröffentlicht, revolutionierte die Metrologie. Vor seiner Einführung verwendeten verschiedene Fachbereiche und Länder unterschiedliche und oft inkompatible Methoden zur Angabe der Messqualität. Das GUM führte einen einheitlichen, philosophisch konsistenten Ansatz ein. Seine zentrale Neuerung bestand darin, die Konzepte des „wahren Werts“ und des „Fehlers“ (die Differenz zwischen Messwert und wahrem Wert) aufzugeben, da der wahre Wert prinzipiell unbekannt ist. Stattdessen konzentriert es sich auf die „Messgröße“ (die zu messende Größe) und die Unsicherheit ihres Schätzwertes.

Das Rahmenwerk basiert auf einer probabilistischen Grundlage, die alle Eingangsgrößen als Wahrscheinlichkeitsverteilungen betrachtet. Das Messergebnis ist daher kein einzelner Wert, sondern eine bestmögliche Schätzung mit einer Unsicherheit, die ein Intervall definiert, in dem der Messwert mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit liegt. Dieser Ansatz erfordert die Identifizierung aller Unsicherheitsquellen, deren Quantifizierung als Standardunsicherheiten (analog zu Standardabweichungen) und deren anschließende Kombination nach einem spezifischen Verfahren zur Ermittlung der gesamten Standardunsicherheit. Dieses Verfahren bietet eine universelle, übertragbare und quantitative Grundlage für den weltweiten Vergleich von Messergebnissen.

UNESCO Nomenclature: 2209
Instrumentierung

Typ

Abstraktes System

Störung

Grundlegendes

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Wahrscheinlichkeitstheorie (Laplace, Bayes)
  • Methode der kleinsten Quadrate (Gauss, Legendre)
  • Statistische Konzepte der Standardabweichung und Varianz
  • frühe Fehleranalyse in Astronomie und Geodäsie
  • internationale Bemühungen um Standardisierung in Wissenschaft und Handel (z. B. Metervertrag)

Anwendungen

  • Akkreditierung von Kalibrierlaboratorien (ISO/IEC 17025)
  • quality control in manufacturing
  • Standards für wissenschaftliche Forschung und Veröffentlichung
  • gesetzliche Metrologie und Handel
  • medizinische Diagnostik und Tests
  • Umweltüberwachung

Patente:

NA

Potenzielle Innovationsideen

Aufgrund des hohen Datenverkehrs durch Web-Scraping-Bots, der derzeit mehr als 40.000 Anfragen pro Tag umfasst, ist dieser Inhalt ausschließlich Community-Mitgliedern vorbehalten.
> Anmelden < oder > Registrieren < (100% kostenlos) Zugriff darauf sowie auf alle anderen eingeschränkten Inhalte und Tools.

Bezogen auf: GUM, JCGM, Metrologie, Messunsicherheit, Kalibrierung, Standardunsicherheit, Messgröße, ISO 17025, BIPM, Qualitätssicherung.

Historischer Kontext

GUM-Rahmenwerk für Messunsicherheit

1985
1986
1990
1993-01-01
1995
2000
2004
1984
1986
1986
1991
1994
1997
2002
2015-09-14

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

Bilder in voller Größe und Downloads sind nur für registrierte Mitglieder 100% kostenlos verfügbar.

> Login <