Das Tool „Problematic Paper Screener“ (PPS) führt automatisierte „Fingerprint-Abfragen“ an der wissenschaftlichen Suchmaschine Dimensions.ai durch und sucht nach textuellen oder strukturellen Mustern, die mit bekannten Betrugsfällen korrelieren. Fehlverhalten wird automatisch anhand spezifischer, an Dimensions.ai übermittelter Fingerprint-Abfragen identifiziert. Anschließend kann die Beurteilung durch Fachkollegen den Status einer verdächtigen Arbeit bestätigen oder widerlegen. Über die öffentliche Benutzeroberfläche können Nutzer zudem neue Fingerprints vorschlagen, sodass die Liste der erkannten wissenschaftlichen Arbeiten kontinuierlich wächst. (Auszug aus Wikipedia, siehe unten).
Was es tatsächlich erfasst:
- Verfremdete Formulierungen – verstümmelte Paraphrasen wie „gefälschte neuronale Organisation“ anstelle von „künstlich“. neuronales Netzwerk,” entsteht, wenn Betrüger gestohlene Texte durch Synonymtausch-Software laufen lassen, um Plagiatserkennungsprogramme zu umgehen.
- Computergenerierter Kauderwelsch – Texte, die aus Unsinngeneratoren wie SCIgen und Mathgen erstellt wurden und durch feste Phrasen identifiziert werden, die diese Tools immer erzeugen, wie zum Beispiel „Obwohl viele Skeptiker sagten, es sei nicht möglich“
- ChatGPT-Fingerabdrücke – Überreste von verräterischen, KI-generierten Textfragmenten, die versehentlich in einem eingereichten Manuskript verblieben sind, sowie verschiedene andere Detektortypen für Dinge wie verdächtige Zitationsmuster.
Seine Erfolgsbilanz: Das Screening-Tool war maßgeblich an über 1.000 Rücknahmen beteiligt, und einige Verlage haben es direkt in ihren redaktionellen Workflow integriert, um verdächtige Artikel frühzeitig zu erkennen. Veröffentlichung und nicht erst danach. Es wurde 2021 von Nature zu einer der zehn wichtigsten Entwicklungen in der Wissenschaft gekürt. Über 12.000 markierte, aber noch nicht zurückgezogene Artikel wurden zudem in ein separates Tool namens Signals integriert, wo sie insgesamt mehr als 160.000 Mal zitiert werden – was verdeutlicht, wie lange markierte, aber nicht zurückgezogene Betrugsfälle zirkulieren und andere Forschung beeinflussen können, bevor jemand formell dagegen vorgeht.
Es ersetzt zwar nicht das menschliche redaktionelle Urteilsvermögen, aber es leistet das eine, was Menschen in diesem Umfang nicht leisten können – das kontinuierliche Scannen von zig Millionen Dokumenten nach Anzeichen von Betrug und das Auffinden der verdächtigen Dokumente zur Überprüfung durch einen Menschen.











