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Gravitationslinseneffekt

1919-05-29
  • Albert Einstein
Albert Einstein bei einer Diskussion über Gravitationslinsen in einer historischen Laborumgebung.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Die allgemeine Relativitätstheorie besagt, dass der Weg des Lichts durch die Schwerkraft gekrümmt wird. Wenn Licht von einer entfernten Quelle ein massereiches Objekt wie eine Galaxie oder einen Stern passiert, wird sein Weg abgelenkt. Dieses als Gravitationslinseneffekt bekannte Phänomen kann die Hintergrundquelle vergrößern, verzerren oder mehrere Bilder erzeugen und wirkt wie ein kosmisches Teleskop zur Beobachtung des fernen Universums.

Gravitationslinsen sind eine direkte Folge der Raumzeitkrümmung. Ein massereiches Objekt krümmt die Raumzeit um sich herum, und Licht folgt dem kürzesten Weg – einer Geodäte – durch diese gekrümmte Raumzeit. Aus unserer Perspektive erscheint dieser Weg gekrümmt. Der Grad der Krümmung hängt von der Masse des Objekts und der Nähe des Lichts zu diesem ab. Es gibt drei Hauptarten von Gravitationslinsen. Starke Linsen entstehen durch ein massereiches Objekt bei präziser Ausrichtung und erzeugen mehrere Bilder, Bögen oder einen vollständigen „Einsteinring“. Schwache Linsen beschreiben subtile Verzerrungen der Form von Hintergrundgalaxien, die statistisch analysiert werden können, um die Massenverteilung, einschließlich Dunkler Materie, zu kartieren. Mikrolinsen sind eine kurzzeitige Aufhellung eines Hintergrundsterns, wenn ein kleineres Objekt, wie ein Planet, davor vorbeizieht und sein Licht kurzzeitig bündelt. Dies ist effektiv, um Objekte zu finden, die wenig oder gar kein Licht aussenden.

Die erste Bestätigung erfolgte 1919 während einer Sonnenfinsternis. Expeditionen unter der Leitung von Sir Arthur Eddington und Sir Frank Dyson beobachteten Sternenlicht, das nahe an der Sonne vorbeizog, und bestätigten, dass sich ihre Position um den von Einsteins Theorie vorhergesagten Betrag verschoben hatte. Dieses Ergebnis verhalf Einstein zu internationalem Ruhm. Heute ist die Gravitationslinsenwirkung ein fundamentales Werkzeug in Astronomie und Kosmologie. Sie ermöglicht es Wissenschaftlern, Galaxienhaufen zu wiegen, das ferne Universum durch die Vergrößerung lichtschwacher Objekte zu erforschen und Himmelskörper zu entdecken, die sonst unentdeckt blieben.

UNESCO Nomenclature: 2211
- Relativität

Typ

Abstraktes System

Störung

Wesentliche

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Newtonsche Vorhersage der Lichtablenkung (halber GR-Wert)
  • Einsteins allgemeine Relativitätstheorie
  • Fotografie und astronomische Beobachtungstechniken

Anwendungen

  • Kartierung der Verteilung der dunklen Materie
  • Erkennung von Exoplaneten durch Mikrolinseneffekt
  • Beobachtung extrem weit entfernter Galaxien und Quasare
  • Messung der Hubble-Konstante und der Expansionsrate des Universums
  • Testen der Vorhersagen der Allgemeinen Relativitätstheorie

Patente:

NA

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Verwandte Themen: Gravitationslinsen, allgemeine Relativitätstheorie, dunkle Materie, Raumzeit, Lichtablenkung, Einsteinring, Mikrolinsen, Kosmologie.

Historischer Kontext

Gravitationslinseneffekt

1915-11
1916
1918
1919-05-29
1920
1920
1921
1915
1916
1917
1918
1920
1920
1921
1922

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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