Exothermes Schweißen
Exothermes Schweißen, auch Thermitschweißen genannt, ist eine Technik, bei der überhitztes geschmolzenes Metall aus einer aluminothermischen Reaktion verwendet wird, um eine starke, dauerhafte molekulare Verbindung zwischen Metallkomponenten herzustellen. Der Prozess ist in sich geschlossen und benötigt keine externe Stromquelle. Am häufigsten wird es verwendet, um Eisenbahnschienenabschnitte zu durchgehenden, geschweißten Schienen zu verbinden und so glattere und haltbarere Gleise zu schaffen.
Der Prozess des exothermen Schweißens beginnt mit der präzisen Ausrichtung der beiden zu verbindenden Metallteile, wobei ein bestimmter Abstand zwischen ihnen gelassen wird. Eine feuerfeste Form, die dem Querschnitt der Teile entspricht, wird um die Verbindung geklemmt. Die Metallenden werden häufig mit einem Brenner vorgewärmt, um Feuchtigkeit zu entfernen und eine gute Verschmelzung zu gewährleisten. Ein Tiegel mit der Thermitladung wird über die Form gestülpt. Nach dem Entzünden des Thermits läuft die exotherme Reaktion im Tiegel ab und erzeugt geschmolzenes Metall (z. B. Stahl) und eine leichtere Schlacke aus Aluminiumoxid. Nach Abschluss der Reaktion wird ein Abstichmechanismus am Boden des Tiegels geöffnet, wodurch das schwerere geschmolzene Metall in den Formhohlraum fließen kann. Das überhitzte flüssige Metall füllt den Abstand, schmilzt die Oberflächen der Grundmetallteile und verschmilzt mit ihnen. Die leichtere Schlacke aus Aluminiumoxid fließt zuletzt nach, füllt die Oberseite der Form und bildet eine Schutzschicht über dem geschmolzenen Stahl, die ihn beim Abkühlen vor atmosphärischer Verunreinigung schützt.
Nach einer vorgeschriebenen Abkühl- und Erstarrungsphase wird die Form entfernt und überschüssiges Metall und Schlacke, üblicherweise durch Schleifen, entfernt, um eine glatte, durchgehende Verbindung zu erzeugen. Die resultierende Schweißnaht ist nicht nur ein Füllmaterial, sondern eine Stahlgussschmelze mit einer dem Grundmetall ähnlichen Mikrostruktur, die hervorragende mechanische und elektrische Eigenschaften aufweist. Ihr Hauptvorteil ist ihre Tragbarkeit und Unabhängigkeit von Elektrizität, was sie zur idealen Methode für starke, zuverlässige Schweißnähte an großen Bauteilen an abgelegenen Einsatzorten macht.
UNESCO Nomenclature: 3301
- Angewandte Mechanik
Typ
Industrieller Prozess
Verwendung
Weitverbreitete Verwendung
Vorläufer
- die Erfindung des Goldschmidt-Verfahrens selbst
- Fortschritte in der Metallurgie und dem Verständnis der Eigenschaften von Stahl und Eisen
- Entwicklung feuerfester Materialien (Keramik), die geschmolzenes Metall enthalten können
- der Ausbau der Eisenbahnnetze, der eine Nachfrage nach haltbareren Schienenverbindungen als mechanischen Laschen schuf
Anwendungen
- Schweißen von Eisenbahnschienen zu durchgehend geschweißten Schienen (CWR)
- Verbinden großer Kupferleiter für elektrische Erdungsnetze (z. B. in Umspannwerken)
- Reparatur schwerer Stahlgussteile oder Schmiedeteile, die für herkömmliches Schweißen zu groß sind
- Anbringen von kathodischen Schutzanoden an Stahlrohrleitungen
- Herstellen dauerhafter elektrischer Verbindungen in Blitzschutzsystemen
Potenzielle Innovationsideen
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Verwandt mit: exothermes Schweißen, Thermit-Schweißen, Eisenbahn, Schiene, durchgeschweißte Schiene, Tiegel, geschmolzenes Metall, Verbindung, Metallurgie, Erdung.