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Zeitabhängige Viskosität: Thixotropie und Rheopexie

1927
  • Herbert Freundlich
Ein Wissenschaftler, der eine thixotrope Flüssigkeit rührt, demonstriert zeitabhängige Viskositätsänderungen in der Mechanik.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Thixotropie und Rheopexie beschreiben zeitabhängige Veränderungen der Viskosität. A thixotropic fluid’s viscosity decreases over time under constant shear stress (z. B. wird Joghurt beim Rühren dünnflüssiger). Die Viskosität einer rheopektischen (oder antithixotropen) Flüssigkeit nimmt unter konstanter Scherung mit der Zeit zu (z. B. einige Schmiermittel). Diese Effekte sind reversibel; die Flüssigkeit kehrt nach einer gewissen Zeit der Ruhe in ihren ursprünglichen Zustand zurück.

Thixotropy and rheopexy are distinct from shear-thinning and shear-thickening. While the latter describe how viscosity changes with the *rate* of shear, thixotropy and rheopexy describe how viscosity changes with the *duration* of shear at a constant rate. The underlying cause is a reversible change in the fluid’s microstructure that takes time to occur.

In einer thixotropen Flüssigkeit zerfällt die innere Struktur (z. B. ein Netzwerk aus ausgeflockten Partikeln) unter Scherung. Dieser Zerfall geschieht nicht augenblicklich, sodass die Viskosität mit fortschreitender Scherung allmählich abnimmt. Wird die Scherung entfernt, baut sich die Struktur langsam wieder auf und die Viskosität steigt wieder auf ihren Ausgangswert an. Diese Zeitverzögerung ist für Anwendungen wie Farbe entscheidend. Rheopexie ist das gegenteilige und viel seltenere Phänomen. Hier fördert Scherung mit der Zeit die Bildung einer inneren Struktur, was zu einem allmählichen Anstieg der Viskosität führt. Beispielsweise kann in einigen Suspensionen sanfte, regelmäßige Scherung dazu beitragen, dass sich die Partikel schneller in einen geordneteren, fließfesteren Zustand anordnen, als wenn sie in Ruhe belassen würden. Dieses zeitabhängige Verhalten wird häufig durch eine Hystereseschleife in einem Diagramm der Scherspannung als Funktion der Schergeschwindigkeit visualisiert.

UNESCO Nomenclature: 2210
- Mechanik

Typ

Physikalische Eigenschaft

Störung

Wesentliche

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Beobachtungen von Gelen und Solen, insbesondere in der Kolloidchemie
  • Studies by Péterfi and Freundlich on the reversible sol-gel transition
  • Unterscheidung zum einfachen Scherverdünnungs-/Verdickungsverhalten

Anwendungen

  • thixotrope Farben, die leicht zu rühren sind, aber an der Wand eindicken, um Tropfen zu verhindern
  • Lötpasten, die einfach aufzutragen sind, aber die Komponenten an ihrem Platz halten
  • biologische Synovialflüssigkeit in Gelenken, die bei Bewegung dünner wird
  • Bohrschlämme, die sich beim Pumpen verflüssigen, aber gelieren, wenn das Pumpen stoppt
  • rheopectische Schmiermittel, die in Umgebungen mit hoher Scherung eindicken und so einen besseren Schutz bieten

Patente:

NA

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Related to: thixotropy, rheopexy, time-dependent viscosity, rheology, non-newtonian, hysteresis loop, yogurt, paint.

Historischer Kontext

Zeitabhängige Viskosität: Thixotropie und Rheopexie

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(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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