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Osseointegration of Titanium Implants

1965
  • Per-Ingvar Brånemark
Chirurgisches Einsetzen eines Zahnimplantats aus Titan zur Demonstration der Osseointegration in der Biomedizintechnik.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Osseointegration ist die direkte strukturelle und funktionelle Verbindung zwischen lebendem Knochen und der Oberfläche eines lasttragenden künstlichen Implantats, das typischerweise aus Knochen besteht. TitanDieses von Per-Ingvar Brånemark entdeckte Phänomen tritt ohne das Wachstum von faserigem Weichgewebe an der Knochen-Implantat-Grenzfläche auf und schafft so eine stabile und dauerhafte Verankerung für Prothesen wie Zahnimplantate und künstliche Gelenke.

Die Entdeckung der Osseointegration war ein Zufall. In den 1950er Jahren untersuchte Per-Ingvar Brånemark die Durchblutung des Wadenbeins von Kaninchen mithilfe einer optischen Kammer mit Titanrahmen. Als er versuchte, die Kammer zu entfernen, stellte er fest, dass der Knochen so eng mit dem Titan verwachsen war, dass eine Trennung unmöglich war. Dies führte zu der Erkenntnis, dass Titan, anders als andere Materialien, vom Körper nicht abgestoßen wird und direkt mit Knochen verschmelzen kann. Der Schlüssel zu diesem Prozess ist die Bildung einer Titandioxidschicht auf der Implantatoberfläche bei Kontakt mit Luft. Diese Oxidschicht ist hochgradig biokompatibel und ermöglicht es knochenbildenden Zellen, den Osteoblasten, sich anzuheften und neue Knochenmatrix direkt auf der Implantatoberfläche abzulagern. Für eine erfolgreiche Osseointegration müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein: Das Implantat muss aus einem biokompatiblen Material (wie z. B. Reintitan) bestehen, es muss mit einer spezifischen Oberflächenstruktur bearbeitet sein, es muss mit minimalem Trauma für den Knochen eingesetzt werden und es muss während der initialen Heilungsphase ruhiggestellt und unbelastet bleiben. Dieses Verfahren hat die Zahnmedizin und Orthopädie revolutioniert und eine stabile Grundlage für den Ersatz fehlender Zähne und Gliedmaßen mit hoher Erfolgsquote und Langlebigkeit geschaffen.

UNESCO Nomenclature: 3201
- Biomedizinische Technik

Typ

Biologischer Prozess

Störung

Revolutionär

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • discovery of titanium by william gregor in 1791
  • development of sterile surgical techniques
  • advances in microscopy to observe tissue-implant interfaces
  • research into bone healing and regeneration

Anwendungen

  • dental implants
  • bone-anchored hearing aids (BAHA)
  • joint replacement prostheses (hip, knee)
  • amputation prosthetics attached directly to bone
  • craniofacial prosthetics for facial reconstruction

Patente:

  • US4172320A

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Verwandte Themen: Osseointegration, Titan, Per-Ingvar Brånemark, Zahnimplantat, Knochenintegration, Biokompatibilität, Prothese, Orthopädie, Titandioxid, Osteoblast.

Historischer Kontext

Osseointegration of Titanium Implants

1960
1965
1970
1980
1980
1990
1960
1960
1969
1976-05-28
1980
1990

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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