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Mineralische Karbonisierung zur CO2-Speicherung

2000
Laborexperiment zur mineralischen Karbonisierung für die CO2-Speicherung in der anorganischen Chemie.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

A chemischer Prozess Das Verfahren ahmt die natürliche Gesteinsverwitterung nach, um CO2 dauerhaft zu speichern. Dabei reagiert Kohlendioxid mit Mineralien, die Metalloxide wie Magnesiumoxid (MgO) und Calciumoxid (CaO) enthalten, um stabile Carbonatminerale wie Magnesit ([latex]MgCO_3[/latex]) und Calcit ([latex]CaCO_3[/latex]) zu bilden. Verfahren bietet eine sehr sichere Langzeitlagerung mit geringem Leckagerisiko.

Die mineralische Carbonatisierung gilt als eine der sichersten Methoden zur langfristigen Kohlenstoffspeicherung, da sie CO₂ in einen thermodynamisch stabilen festen Zustand bindet, ähnlich wie Kohlenstoff über geologische Zeiträume gespeichert wird. Die chemischen Kernreaktionen sind exotherm. Beispielsweise lässt sich die Carbonatisierung von Olivin (Magnesiumsilikat) wie folgt darstellen: [latex]Mg₂SiO₄ (s) + 2CO₂ (g) rightarrow 2MgCO₃ (s) + SiO₂ (s)[/latex].

Der Prozess kann *ex situ* oder *in situ* durchgeführt werden. Bei *ex situ*-Prozessen werden geeignete Gesteine ​​(wie Olivin oder Serpentin) oder Industrieabfälle (wie Stahlschlacke) abgebaut, zerkleinert und in einer kontrollierten Industrieanlage mit CO2 umgesetzt. Die größte Herausforderung besteht in der langsamen Reaktionskinetik bei Umgebungstemperatur und -druck. Um die Reaktion zu beschleunigen, benötigen die Mineralien oft eine energieintensive Vorbehandlung, wie Feinmahlen oder Erhitzen, was zu einem erheblichen Energieverlust und höheren Kosten führen kann.

Im Gegensatz dazu beinhaltet die *in situ*-Mineralisierung die Injektion von CO₂, oft gelöst in Wasser zur Bildung von Kohlensäure, in reaktive Gesteinsformationen im Untergrund, wie beispielsweise Basalt. Die Kohlensäure löst das Gestein auf und setzt dabei Metallionen (Ca²⁺, Mg²⁺, Fe²⁺) frei, die anschließend mit dem Bicarbonat reagieren und als Carbonatminerale in den Poren des Gesteins ausfallen. Das CarbFix-Projekt in Island hat diesen Ansatz erfolgreich demonstriert und gezeigt, dass über 95 % des injizierten CO₂ in weniger als zwei Jahren mineralisiert werden können – eine deutlich schnellere Rate als ursprünglich prognostiziert.

UNESCO Nomenclature: 2401
- Chemie

Typ

Chemischer Prozess

Störung

Inkremental

Verwendung

Aufstrebende Technologie

Vorläufer

  • Verständnis der chemischen Thermodynamik und Reaktionskinetik
  • Kenntnisse der Geochemie und des natürlichen Gesteinsverwitterungszyklus
  • Industrielle Prozesse zum Mahlen und Verarbeiten von Mineralien
  • Entwicklung von chemischen Hochdruckreaktoren
  • Untersuchungen zur Entstehung von Karbonatgesteinen

Anwendungen

  • Produktion von kohlenstoffnegativem Beton und Bauzuschlagstoffen
  • Behandlung von industriellen Abfallströmen wie Stahlschlacke und Bergbauabraum
  • In-situ-Karbonatisierungsprojekte in basaltischen Gesteinsformationen (z. B. Carbfix-Projekt in Island)
  • Entwicklung neuartiger Baustoffe, die durch CO2-Aufnahme aushärten

Patente:

NA

Potenzielle Innovationsideen

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Verwandt mit: Mineralkarbonatisierung, verstärkte Verwitterung, Kohlenstoffmineralisierung, Olivin, Serpentin, Kalzit, Magnesit, ex situ, in situ, Carbfix.

Historischer Kontext

1990
1990
1997
2000
1990
1990
1997
2000
2008

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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