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Elektrochemilumineszenz (ECL)

1960
  • David M. Hercules
Elektrochemilumineszenz-Experiment in einer Laborumgebung mit einem Wissenschaftler und elektrochemischen Geräten.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Elektrochemilumineszenz, auch elektrogenerierte Chemilumineszenz (ECL) genannt, ist ein Prozess, bei dem Licht durch chemische Reaktionen an einer Elektrodenoberfläche erzeugt wird. Die elektrochemisch erzeugten Spezies durchlaufen eine hochenergetisch Elektronentransfer Die Reaktion führt zur Bildung eines angeregten Zustands, der bei der Relaxation Licht emittiert. Sie kombiniert die analytischen Vorteile der Chemilumineszenz (geringer Hintergrund, hohe Empfindlichkeit) mit der präzisen Steuerung eines elektrochemischen Auslösers.

In einem typischen ECL-System wird ein stabiles Vorläufermolekül, beispielsweise ein Ruthenium(II)-Komplex wie [latex]Ru(bpy)_3^{2+}[/latex], verwendet. Wird an eine Elektrode in einer Lösung, die diesen Komplex und einen Co-Reaktanten (z. B. Tripropylamin, TPA) enthält, eine Spannung angelegt, werden beide Spezies an der Elektrodenoberfläche oxidiert. Das oxidierte TPA gibt ein Proton und ein Elektron ab und wird zu einem stark reduzierenden Radikal-Zwischenprodukt. Dieses Radikal überträgt dann in einer stark exothermen Reaktion ein Elektron auf den oxidierten Rutheniumkomplex, [latex]Ru(bpy)_3^{3+}[/latex]. Dieser Elektronentransfer ist so energiereich, dass er das entstehende [latex]Ru(bpy)_3^{2+}[/latex] in einen elektronisch angeregten Zustand, [latex][Ru(bpy)_3^{2+}]^*[/latex], überführt. Dieser angeregte Zustand relaxiert anschließend in den Grundzustand und emittiert dabei ein Photon mit einer Wellenlänge von etwa 620 nm. Der entscheidende Vorteil der Elektrochemilumineszenz (ECL) liegt in ihrer zeitlichen und räumlichen Kontrolle. Die Reaktion findet nur bei Anlegen einer Spannung und ausschließlich an der Elektrodenoberfläche statt. Dies reduziert das Hintergrundrauschen drastisch und ermöglicht eine hochempfindliche Detektion, oft bis in den Attomolarbereich. Dadurch ist die ECL ein leistungsstarkes Werkzeug in modernen bioanalytischen Assays.

UNESCO Nomenclature: 2202
- Physikalische Chemie

Typ

Chemischer Prozess

Störung

Inkremental

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Entdeckung der Chemilumineszenz
  • Entwicklung von Potentiostaten und moderner Elektrochemie
  • Synthese stabiler organometallischer Komplexe (zB Rutheniumbipyridin)
  • Verständnis von Elektronentransferreaktionen (Marcus-Theorie)

Anwendungen

  • Immunoassays und DNA-Sondenassays in der klinischen Diagnostik
  • high-throughput screening in drug discovery
  • Lebensmittel- und Wassersicherheitstests
  • Nachweis biologischer Kampfstoffe
  • Forschung in der Molekularbiologie

Patente:

  • US4849333
  • US5238808

Potenzielle Innovationsideen

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Verwandt mit: Elektrochemilumineszenz, ECL, Elektrode, Immunassay, Ruthenium, Tripropylamin, Bioassay, analytische Chemie, Elektrochemie, Diagnostik.

Historischer Kontext

Elektrochemilumineszenz (ECL)

1960
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1960-05-16
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1960
1961

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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