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Temperaturabhängigkeit der Viskosität

1850
Laboraufbau zur Messung der Viskosität von Flüssigkeiten bei unterschiedlichen Temperaturen in der Thermodynamik.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Für eine Newtonsche Flüssigkeit, Viskosität ist eine Funktion der Temperatur und Druck aber nicht die Scherrate. In Flüssigkeiten nimmt die Viskosität mit steigender Temperatur deutlich ab, da die Moleküle aufgrund der höheren Wärmeenergie die zwischenmolekularen Kohäsionskräfte leichter überwinden können. In Gasen hingegen nimmt die Viskosität mit der Temperatur zu, da häufigere Molekülzusammenstöße bei höheren Geschwindigkeiten zu einer größeren Impulsübertragung führen.

Die Beziehung zwischen Viskosität und Temperatur ist bei Flüssigkeiten und Gasen grundlegend verschieden, was auf die unterschiedlichen molekularen Mechanismen der Impulsübertragung zurückzuführen ist. In Flüssigkeiten sind die Moleküle dicht gepackt und werden durch starke intermolekulare Kohäsionskräfte zusammengehalten. Viskose Kräfte entstehen durch den Widerstand dieser Moleküle, aneinander vorbeizugleiten. Mit steigender Temperatur nimmt die kinetische Energie der Moleküle zu, so dass sie diese Kohäsionskräfte leichter überwinden können. Dies führt zu einer Verringerung des Fließwiderstands der Flüssigkeit und damit zu einer geringeren Viskosität. Dieser Effekt ist sehr ausgeprägt; so nimmt beispielsweise die Viskosität von Wasser zwischen 0°C und 100°C um einen Faktor von etwa 6 ab.

In Gasen sind die Moleküle weit voneinander entfernt und interagieren hauptsächlich durch Kollisionen. Die Viskosität eines Gases ist ein Maß für den Impulstransport zwischen Schichten, die sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegen. Dieser Impuls wird durch Moleküle übertragen, die sich zwischen den Schichten bewegen und kollidieren. Mit steigender Temperatur erhöht sich die zufällige thermische Geschwindigkeit der Gasmoleküle. Dies führt zu häufigeren und energiereicheren Kollisionen, was zu einer effektiveren Impulsübertragung zwischen den Schichten und folglich zu einer Erhöhung der Viskosität führt. Dieses Verhalten war einer der frühen Erfolge der kinetischen Gastheorie, da es sich um eine kontraintuitive Vorhersage handelte, die später durch Experimente bestätigt wurde.

UNESCO Nomenclature: 2212
- Thermodynamik

Typ

Physikalische Eigenschaft

Störung

Wesentliche

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Entwicklung des Thermometers
  • Rudolf Clausius' und James Clerk Maxwells Arbeiten zur kinetischen Theorie der Gase
  • Studien zu intermolekularen Kräften von Johannes Diderik van der Waals
  • Frühe Experimente zur Flüssigkeitsströmung von Poiseuille und Hagen

Anwendungen

  • Motorölformulierung (Mehrbereichsöle)
  • industrielle Wärmetauscher
  • Glasherstellung und -formung
  • Lebensmittelverarbeitung (z. B. Kontrolle des Schokoladen- oder Honigflusses)
  • Geothermiegewinnung

Patente:

NA

Potenzielle Innovationsideen

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Verwandte Themen: Viskosität, Temperaturabhängigkeit, Flüssigkeiten, Gase, kinetische Theorie, zwischenmolekulare Kräfte, Impulsübertragung, Flüssigkeitseigenschaften.

Historischer Kontext

Temperaturabhängigkeit der Viskosität

1839-01-01
1842
1847
1850
1850
1850
1850
1838
1841
1845
1850
1850
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1850
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(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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