Ausscheidungshärtung
Ausscheidungshärtung oder Auslagerungshärtung ist ein Wärmebehandlungsverfahren zur Erhöhung der Streckgrenze verformbarer Werkstoffe. Dabei wird eine Legierung erhitzt, um gelöste Elemente aufzulösen (Lösungshärten), schnell abgekühlt (Abschrecken), um sie in einer übersättigten festen Lösung einzuschließen, und anschließend bei niedrigerer Temperatur gealtert, um die Bildung feiner Partikel einer zweiten Phase (Ausscheidungen) zu ermöglichen, die die Versetzungsbewegung behindern.
Die Entdeckung der Ausscheidungshärtung durch Alfred Wilm war ein Zufall. Bei der Untersuchung einer Aluminiumlegierung aus Kupfer, Magnesium und Mangan (später Duralumin genannt) bemerkte er, dass deren Härte nach dem Abschrecken mehrere Tage lang zunahm, sogar bei Zimmertemperatur. Dieses Phänomen wird heute als ein dreistufiger Prozess verstanden. Zuerst wird die Legierung bei der Lösungsglühung auf eine Temperatur erhitzt, die hoch genug ist, um alle gelösten Atome in einer einphasigen festen Lösung aufzulösen. Zweitens wird die Legierung rasch in einem Medium wie Wasser abgeschreckt, wodurch die Atome an Ort und Stelle gefrieren und eine übersättigte feste Lösung entsteht. Dieser Zustand ist thermodynamisch instabil. Drittens diffundieren die übersättigten gelösten Atome während der Alterung (entweder bei Zimmertemperatur oder erhöhter Temperatur) und ballen sich zusammen, um extrem kleine, zusammenhängende Partikel einer neuen Phase zu bilden, die als Ausscheidungen bezeichnet werden.
These precipitates act as powerful obstacles to the movement of dislocations, which are the primary carriers of plastic deformation in crystalline materials. The effectiveness of the strengthening depends on the size, shape, and distribution of these precipitates. Initially, as precipitates form and grow, the strength increases. However, if the aging process continues for too long (over-aging), the precipitates become too large and lose coherency with the matrix, allowing dislocations to bypass them more easily, which leads to a decrease in strength. This process allows for the precise tailoring of an alloy’s mechanical properties.
UNESCO Nomenclature: 3308
- Metallurgie
Verwendung
Weitverbreitete Verwendung
Vorläufer
- Entdeckung von Versetzungen in Kristallen durch Vito Volterra und andere
- Verständnis der Festkörperdiffusion und der Arrhenius-Gleichung
- Entwicklung von geregelten Wärmebehandlungsöfen
- Metallographietechniken zur Beobachtung von Mikrostrukturen, entwickelt von Henry Clifton Sorby
Anwendungen
- hochfeste Aluminiumlegierungen (z. B. 2024, 7075) für Flugzeugstrukturen
- Maraging-Stähle für Werkzeuge, Raketengehäuse und Fahrwerke
- Nickelbasierte Superlegierungen (z. B. Inconel 718) für Turbinenschaufeln von Strahltriebwerken
- Kupfer-Beryllium-Legierungen für funkenfreie Werkzeuge und Hochleistungsfedern
- Spezialedelstähle (z. B. 17-4ph)
Potenzielle Innovationsideen
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