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Lorentzkraft

1895
  • Hendrik Lorentz
  • Oliver Heaviside
Moderner Teilchenbeschleuniger zur Demonstration von Anwendungen der Lorentzkraft im Elektromagnetismus.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Das Lorentz-Kraftgesetz beschreibt die Gesamtkraft, die eine Punktladung erfährt, die sich durch ein kombiniertes elektrisches und magnetisches Feld bewegt. Sie ist die Summe aus der elektrostatischen Kraft und der magnetischen Kraft. Die maßgebliche Vektorgleichung lautet [latex]\mathbf{F} = q(\mathbf{E} + \mathbf{v} \mal \mathbf{B})[/latex], wobei [latex]q[/latex] die Ladung ist, [latex]\mathbf{v}[/latex] ihre Geschwindigkeit ist, [latex]\mathbf{E}[/latex] das elektrische Feld und [latex]\mathbf{B}[/latex] das magnetische Feld ist.

Das Lorentz-Kraftgesetz ist ein Eckpfeiler der klassischen Elektrodynamik und stellt die entscheidende Verbindung zwischen elektromagnetischen Feldern und der mechanischen Bewegung geladener Teilchen her. Die Gleichung besteht aus zwei Komponenten. Der erste Term, qE, beschreibt die elektrische Kraft, die (bei einer positiven Ladung) in Richtung des elektrischen Feldes wirkt und unabhängig von der Bewegung des Teilchens ist. Der zweite Term, q(v × B), beschreibt die magnetische Kraft. Das Kreuzprodukt besagt, dass diese Kraft stets senkrecht sowohl zur Geschwindigkeit v des Teilchens als auch zum Magnetfeld B steht.

Eine zentrale Folge dieser Senkrechtstellung ist, dass ein statisches Magnetfeld an einer freien Ladung keine Arbeit verrichtet, da die Kraft stets senkrecht zur Bewegungsrichtung wirkt. Es kann zwar die Richtung des Teilchens ändern, nicht aber dessen kinetische Energie. Dieses Prinzip bewirkt, dass geladene Teilchen in einem homogenen Magnetfeld kreisförmige oder spiralförmige Bahnen beschreiben – ein Verhalten, das in Massenspektrometern zur Trennung von Ionen anhand ihres Masse-Ladungs-Verhältnisses und in Teilchenbeschleunigern zur Lenkung und Fokussierung von Teilchenstrahlen genutzt wird. Das Gesetz steht vollständig im Einklang mit den Maxwell-Gleichungen und ist grundlegend für das Verständnis von Phänomenen, die vom Betrieb von Elektromotoren bis zum Verhalten von Plasmen in Sternen und Fusionsreaktoren reichen.

UNESCO Nomenclature: 2205
- Elektrizität und Magnetismus

Typ

Physikalisches Gesetz

Störung

Grundlegendes

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Ampèresches Kraftgesetz für stromdurchflossene Drähte
  • Faradaysches Gesetz der Induktion
  • Maxwellsche Gleichungen
  • J. J. Thomsons Experimente mit Kathodenstrahlen, die das Elektron identifizierten

Anwendungen

  • Teilchenbeschleuniger (Zyklotrons, Synchrotrons)
  • Massenspektrometer
  • Elektromotoren und Generatoren
  • Hall-Effekt-Sensoren
  • Mikrowellen in Mikrowellenherden
  • Kathodenstrahlröhren
  • Schienenkanonen

Patente:

NA

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Verwandt mit: Lorentzkraft, elektromagnetisches Feld, elektrisches Feld, magnetisches Feld, geladenes Teilchen, Geschwindigkeit, Kreuzprodukt, Elektromagnetismus, Kraft, Teilchenbewegung.

Historischer Kontext

Lorentzkraft

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1895
1895
1899
1900
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1895
1895
1896
1900
1900
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(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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