Atomanordnung in Legierungen
Legierungen werden anhand ihrer atomaren Anordnung klassifiziert. In Substitutionslegierungen ersetzen Atome des gelösten Elements Atome des Lösungsmittels im Kristallgitter, was häufig vorkommt, wenn die Atomgrößen ähnlich sind. In interstitiellen Legierungen passen kleinere gelöste Atome, wie Kohlenstoff in Eisen, in die Zwischenräume (Interstitionen) zwischen den größeren Lösungsmittelatomen. Dieser strukturelle Unterschied bestimmt grundlegend die mechanischen Eigenschaften der Legierung.
The distinction between substitutional and interstitial solid solutions is fundamental to physical metallurgy and alloy design. The type of solid solution that forms is primarily governed by the relative sizes of the solute and solvent atoms. Substitutional alloys typically form when the atomic radii of the two elements are within about 15% of each other, a guideline known as the Hume-Rothery size-factor rule. When a solute atom replaces a solvent atom, it introduces localized lattice strain, which impedes dislocation motion and thus increases the material’s strength and hardness, but often reduces its ductility. Examples include brass (zinc in copper) and bronze (tin in copper).
Interstitielle Legierungen hingegen entstehen, wenn die gelösten Atome deutlich kleiner sind als die Lösungsmittelatome und so die Zwischengitterplätze im Kristallgitter besetzen können, ohne ein Lösungsmittelatom zu verdrängen. Häufige Zwischengitteratome sind Wasserstoff, Bor, Kohlenstoff und Stickstoff. Das Vorhandensein dieser Atome verursacht eine erhebliche Gitterverzerrung, die Versetzungen sehr effektiv blockiert und so Härte und Festigkeit deutlich erhöht. Das bekannteste Beispiel ist Stahl, bei dem Kohlenstoffatome Zwischengitterplätze im Eisengitter besetzen. Die Menge an Kohlenstoff und seine Position, die durch Wärmebehandlung gesteuert werden können, bestimmen die endgültigen Eigenschaften des Stahls – von duktilem kohlenstoffarmem Stahl bis hin zu hartem, sprödem kohlenstoffreichem Stahl.
UNESCO Nomenclature: 3308
- Metallurgie
Typ
Physikalisches Prinzip
Verwendung
Weitverbreitete Verwendung
Vorläufer
- John Daltons Atomtheorie
- discovery of crystal structures through x-ray diffraction by William Henry Bragg and William Lawrence Bragg
- Grundkonzepte chemischer Mischungen und Lösungen
- frühe metallographische Untersuchungen von Metallmikrostrukturen
Anwendungen
- Auslegung hochfester Stähle (interstitieller Kohlenstoff im Eisen)
- Herstellung von korrosionsbeständigem Messing (Substitution von Zink in Kupfer)
- Entwicklung von Sterlingsilber für eine längere Haltbarkeit (Ersatz von Kupfer in Silber)
- Formulierung von Nichrom-Heizelementen (Ersatz von Nickel und Chrom)
Potenzielle Innovationsideen
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Verwandte Themen: Substitutionslegierung, Interstitiallegierung, Kristallgitter, feste Lösung, gelöster Stoff, Lösungsmittel, Metallurgie, atomare Anordnung, Gitterverspannung, Stahl.