HEPA- und ULPA-Filtration
Hocheffiziente Partikelluftfilter (HEPA) und Ultra-Low Particulate Air (ULPA)-Filter sind von entscheidender Bedeutung. Reinraum Komponenten. Ein HEPA-Filter muss mindestens 99,97 % der in der Luft befindlichen Partikel mit einem Durchmesser von 0,3 Mikrometern (µm) entfernen. Ein ULPA-Filter ist noch effizienter und entfernt 99,999 % der Partikel mit einem Durchmesser von 0,12 µm oder mehr. Die Filterwirkung beruht auf einer Kombination aus Abfangen, Aufprallen und Diffusion.
Die Effektivität von HEPA- und ULPA-Filtern wird durch ihre Leistung bei der Partikelgröße mit der höchsten Durchdringungsfähigkeit (Most Penetrating Particle Size, MPPS) definiert. Bei HEPA-Filtern liegt diese typischerweise bei 0,3 µm. Partikel, die größer als die MPPS sind, werden hauptsächlich durch Trägheitsabscheidung (Kollision mit den Fasern aufgrund ihrer Trägheit) und Interzeption (Anhaften an den Fasern im Luftstrom) zurückgehalten. Sehr kleine Partikel (typischerweise < 0,1 µm) werden hingegen durch Diffusion zurückgehalten, wobei ihre zufällige, unregelmäßige Brownsche Molekularbewegung zu Kollisionen mit den Filterfasern führt. Die Partikelgröße von 0,3 µm stellt ein Minimum in der Effizienz dar, bei dem keiner dieser drei Mechanismen dominant ist, was sie zur am schwierigsten abzuscheidenden Partikelgröße macht. Daher basiert die Bewertung eines Filters auf seiner Leistung im ungünstigsten Fall bei dieser MPPS.
ULPA-Filter sind eine Erweiterung dieser Technologie und wurden für eine noch strengere Kontaminationskontrolle entwickelt. Sie zielen auf einen MPPS von etwa 0,1–0,12 µm ab und erreichen Wirkungsgrade von 99,999 % oder mehr. Diese Filter bestehen aus einer dichten Matte zufällig angeordneter Borosilikatglasfasern. Luftgeschwindigkeit, Faserdurchmesser und Packungsdichte werden während der Herstellung präzise gesteuert, um die gewünschte Leistung zu erzielen. In einem Reinraum werden diese Filter in Terminalgehäusen oder als Teil einer Lüfter-Filter-Einheit (FFU) installiert, und ihre Dichtungen sind von entscheidender Bedeutung. Regelmäßige Tests, wie z. B. DOP-Tests (Dispersed Oil Particulate), werden durchgeführt, um die Integrität des Filtermediums und der Dichtung zu überprüfen und sicherzustellen, dass keine kontaminierte Luft den Filter umgeht.
UNESCO Nomenclature: 3307
- Umwelttechnik
Verwendung
Weitverbreitete Verwendung
Vorläufer
- Forschung zu Gasmasken im Ersten Weltkrieg
- Das Manhattan-Projekt benötigte eine Filterung radioaktiver Partikel.
- Fortschritte in der Glasfaserherstellung
- Verständnis der Aerosolphysik und der Brownschen Bewegung
Anwendungen
- Reinräume für Produktion und Forschung
- biologische Sicherheitswerkbänke
- Operationssäle und Isolierstationen in Krankenhäusern
- Nuklearanlagen
- High-End-Staubsauger und Luftreiniger
Potenzielle Innovationsideen
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Verwandte Themen: HEPA, ULPA, Filtration, Luftfilter, Partikelabscheidung, Kontaminationskontrolle, MPPS, Reinraumtechnik.