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Gen-Kooptation (Rekrutierung)

1990
  • Susumu Ohno
  • Joram Piatigorsky
  • Graeme Wistow
Laborszene, die die Kooptation von Genen in der evolutionsgenetischen Forschung zeigt.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Genkooption oder Genrekrutierung ist der evolutionäre Prozess, bei dem ein Gen oder ein Netzwerk von Genen für eine neue Funktion eingesetzt wird, oft in einem anderen Entwicklungskontext. Dies ist ein primärer Mechanismus für die Evolution neuer Eigenschaften, ohne dass neue Gene geschaffen werden müssen. Beispielsweise wurden Kristalline, die transparenten Strukturproteine ​​der Augenlinse, aus Stoffwechselenzymen kooptiert.

Die Kooption von Genen ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass die Evolution ein ‘Tüftler’ und kein Ingenieur ist. Anstatt neue Komponenten von Grund auf zu entwerfen, werden bestehende Komponenten umgenutzt. Der molekulare Mechanismus beinhaltet häufig Veränderungen in den cis-regulierenden Elementen (CREs) eines Gens. Eine Mutation in einem CRE kann dazu führen, dass ein Gen, das zuvor nur in der Leber exprimiert wurde, nun beispielsweise auch in sich entwickelnden Hautzellen exprimiert wird. Wenn dieses neue Expressionsmuster einen Vorteil bietet, kann dafür selektiert werden. Das Protein selbst muss sich zunächst nicht verändern; sein neuer Ort und Kontext geben ihm eine neue Funktion.

The case of lens crystallins is a classic example. Research in the 1980s by Piatigorsky and Wistow showed that many crystallin proteins were either identical or closely related to common metabolic enzymes like lactate dehydrogenase and argininosuccinate lyase. These enzymes were already present in cells and happened to have properties—stability and solubility at high concentrations—that made them suitable for forming a transparent, refractive lens. A regulatory mutation led to their massive over-expression in the developing eye, co-opting them for a new structural role. Another famous example is the co-option of the Distal-less gene, used for appendage development, to pattern eyespots on butterfly wings.

UNESCO Nomenclature: 2411
- Entwicklung

Typ

Abstraktes System

Störung

Wesentliche

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Susumu Ohnos Theorie der Evolution durch Genduplikation
  • das Konzept der Exaptation von Stephen Jay Gould und Elisabeth Vrba
  • das Jacob-Monod-Modell der Genregulation (das Operon)
  • Fortschritte in der Proteinsequenzierung und Biochemie
  • Entdeckung cis-regulatorischer Elemente

Anwendungen

  • Erklärung des Ursprungs neuer biologischer Strukturen wie Federn, Gliedmaßen und Augen
  • Verständnis, wie sich das Gift bei Schlangen aus Verdauungsenzymen entwickelt hat
  • Synthetische Biologie, um neue Funktionen in bestehende genetische Schaltkreise einzubauen
  • Arzneimittelentwicklung, indem wir verstehen, wie Proteine ​​mehrere Funktionen haben können (Nebentätigkeit)
  • Rückverfolgung der Evolutionsgeschichte komplexer Merkmale

Patente:

NA

Potenzielle Innovationsideen

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Verwandt mit: Genkooption, Rekrutierung, Exaptation, Kristallin, Evolution, neuartige Merkmale, Genregulation, cis-regulierende Elemente, distal-less, evo-devo.

Historischer Kontext

Gen-Kooptation (Rekrutierung)

1983
1987
1990
1990
1990
1997
2000
1979
1983
1988
1990
1990
1997
2000
2008

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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