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Elektrolyse von Wasser

1800-05-02
  • William Nicholson
  • Anthony Carlisle
Elektrolysegerät zur Demonstration der Zersetzung von Wasser in Wasserstoff- und Sauerstoffgase.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Bei der Wasserelektrolyse wird Wasser (H₂O) durch Durchleiten von elektrischem Strom in seine Bestandteile Sauerstoff (O₂) und Wasserstoff (H₂) zerlegt. An der Kathode werden zwei Wassermoleküle zu Wasserstoffgas und Hydroxidionen reduziert. An der Anode werden zwei Wassermoleküle zu Sauerstoffgas, Protonen und Elektronen oxidiert.

Die Zersetzung von reinem Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff ist ein thermodynamisch ungünstiger Prozess, der externe Energie in Form von Elektrizität benötigt. Reines Wasser leitet Elektrizität schlecht, daher wird üblicherweise ein Elektrolyt, beispielsweise eine geringe Menge eines löslichen Salzes oder eine Säure wie Schwefelsäure, zugesetzt, um die Leitfähigkeit zu erhöhen. Die vollständige Reaktionsgleichung lautet: 2H₂O(l) → 2H₂(g) + O₂(g).

Der Prozess findet in einer Elektrolysezelle statt. An der negativ geladenen Kathode erfolgt eine Reduktionsreaktion: 2 H₂O(l) + 2 e⁻ → H₂(g) + 2 OH⁻(aq). An der positiv geladenen Anode findet eine Oxidationsreaktion statt: 2 H₂O(l) → O₂(g) + 4 H⁺(aq) + 4 e⁻. Das an der Kathode produzierte Wasserstoffvolumen ist genau doppelt so groß wie das an der Anode produzierte Sauerstoffvolumen – eine direkte Folge der Stöchiometrie des Wassers. Dieses Volumenverhältnis von 2:1 ist ein klassisches Beispiel aus dem Chemieunterricht und wird häufig mit einem Hofmann-Voltameter demonstriert.

Die für die Elektrolyse erforderliche Mindestspannung, das sogenannte Zersetzungspotential, beträgt unter Standardbedingungen 1,23 V. In der Praxis ist jedoch eine höhere Spannung, das sogenannte Überpotential, erforderlich, um verschiedene Aktivierungsbarrieren zu überwinden. Die Effizienz der Wasserelektrolyse ist ein Schlüsselfaktor für die Realisierbarkeit einer wasserstoffbasierten Wirtschaft. Ein großer Teil der Forschung konzentriert sich auf die Entwicklung effektiverer und kostengünstigerer Katalysatoren für Anode und Kathode, um das Überpotential und den Energieverbrauch zu reduzieren.

UNESCO Nomenclature: 2406
- Elektrochemie

Typ

Chemischer Prozess

Störung

Wesentliche

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Entdeckung des Wasserstoffs durch Henry Cavendish
  • Entdeckung des Sauerstoffs durch Carl Wilhelm Scheele und Joseph Priestley
  • Erfindung der Voltasche Säule durch Alessandro Volta

Anwendungen

  • Wasserstoffproduktion für Brennstoffzellen und Fahrzeuge
  • Produktion von hochreinem Sauerstoff für medizinische und industrielle Zwecke
  • Lebenserhaltungssysteme in U-Booten und Raumfahrzeugen
  • Schweiß- und Schneidbrenner (Knallgas)
  • Produktion von Deuterium (schweres Wasser)

Patente:

NA

Potenzielle Innovationsideen

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Bezogen auf: Wasserelektrolyse, Wasserstoffproduktion, Sauerstoffproduktion, Zersetzung, Kathode, Anode, Hofmann-Voltameter, grüner Wasserstoff.

Historischer Kontext

Elektrolyse von Wasser

1800
1800-05-02
1880
1900
1910
1921
1930
1930
1800
1834-01-01
1880
1902
1920
1928
1930

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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