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Erdüberlastungstag (EOD)

2006
  • Andrew Simms
Umweltbewusstseinskampagne, die den Earth Overshoot Day in der Humanökologie hervorhebt.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Der Earth Overshoot Day (EOD) ist das errechnete, illustrative Kalenderdatum, an dem die Nachfrage der Menschheit nach ökologischen Ressourcen und Dienstleistungen in einem bestimmten Jahr das übersteigt, was die Erde in diesem Jahr regenerieren kann. Er markiert den Punkt, an dem der menschliche Konsum von der Nutzung der jährlichen ökologischen Zinsen des Planeten zur Erschöpfung seines wichtigsten natürlichen Kapitals übergeht, d. h. er lebt praktisch auf Kredit.

The concept of Earth Overshoot Day was conceived by Andrew Simms of the New Economics Foundation, a UK-based think tank. The primary goal was to create a simple, powerful, and easily understandable communication tool to highlight the scale of global resource unsustainability. While the underlying data and calculations are complex, framing the result as a specific calendar date makes the abstract notion of ecological deficit tangible and relatable to the general public. Each year, the Global Footprint Network, which partnered with Simms’ organization in 2006 to launch the first global EOD campaign, calculates the date. The campaign uses this date to raise awareness and encourage action from individuals, organizations, and governments. The narrative is compelling: the earlier the date falls in the year, the greater the ecological deficit. For instance, in 1971, the date was in late December, indicating a near balance. By the 2020s, it has consistently fallen in July or August, visually demonstrating that humanity is using approximately 1.7 Earths’ worth of resources annually. This framing helps to catalyze discussions on topics like circular economy, renewable energy, sustainable agriculture, and population growth, making it a cornerstone of modern environmental advocacy.

Berechnung

Das Datum für den Earth Overshoot Day wird durch eine recht einfache Formel bestimmt, die das ökologische Angebot des Planeten mit der menschlichen Nachfrage vergleicht. Die Berechnung lautet: [latex]\frac{\text{World Biocapacity}}{\text{World Ecological Footprint}} \mal 365[/latex]. Das Ergebnis ist die Anzahl der Tage im Jahr, an denen die Regeneration der Erde ausreicht, um den Verbrauch der Menschheit zu decken, wobei der folgende Tag der Earth Overshoot Day ist.

Die beiden Kernkomponenten der Formel sind der ökologische Fußabdruck und die Biokapazität, beide entwickelt von Mathis Wackernagel und William Rees. Der ökologische Fußabdruck repräsentiert die Nachfrageseite und quantifiziert die biologisch produktive Land- und Meeresfläche, die benötigt wird, um alle Ressourcen zu produzieren, die eine Bevölkerung verbraucht, und um ihre Abfälle, insbesondere Kohlenstoffemissionen, zu absorbieren. Die Biokapazität repräsentiert die Angebotsseite und misst die Produktivität der ökologischen Ressourcen einer Region, wie Wälder, Ackerland und Fischgründe. Beide Kennzahlen werden in einer standardisierten Einheit, dem „globalen Hektar“, gemessen, um eine Aggregation und einen Vergleich zu ermöglichen. Das Global Footprint Network berechnet diese Werte für die gesamte Welt und für einzelne Länder anhand von Daten von Quellen wie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der Internationalen Energieagentur (IEA). Die Berechnung erfolgt jährlich mit den aktuellsten verfügbaren Daten, die in der Regel einige Jahre verzögert sind. Das Ergebnis des Bruchs (Biokapazität / ökologischer Fußabdruck) gibt an, wie viel Prozent des Jahres die Menschheit innerhalb der natürlichen Ressourcen des Planeten lebt. Beträgt das Verhältnis beispielsweise 0,75, so ist der Energiebedarf der Menschheit in 75 % des Jahres, also etwa 274 Tagen, gedeckt. Der 275. Tag ist dann der Erdüberlastungstag.

UNESCO Nomenclature: 2506
- Ökologie

Typ

Abstraktes System

Störung

Wesentliche

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • concept of carrying capacity in ecology
  • Bericht über die Grenzen des Wachstums (1972)
  • Entwicklung der Bilanzierung des ökologischen Fußabdrucks
  • Entwicklung der Biokapazitätsbilanzierung
  • Thermoökonomie und Grundsätze der Energiebuchhaltung

Anwendungen

  • Umweltbewusstseinskampagnen von NGOs wie dem WWF
  • framework for corporate sustainability reporting
  • pädagogisches Werkzeug in Schulen und Universitäten für das Lehrmittelmanagement
  • Grundlage für nationale und kommunale umweltpolitische Diskussionen
  • visual communication tool for media outlets reporting on climate change and resource depletion

Patente:

NA

Potenzielle Innovationsideen

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Verwandt mit: Earth Overshoot Day, Nachhaltigkeit, ökologisches Defizit, Ressourcenerschöpfung, Umweltbewusstsein, New Economics Foundation, Andrew Simms, Global Footprint Network, Naturkapital, Konsum.

Historischer Kontext

Erdüberlastungstag (EOD)

1990
1990
2000
2006
1990
1990
1993
2001-09-01

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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