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Kathodischer Schutz

1824
  • Humphry Davy
Elektrochemisches Zellenexperiment zum kathodischen Schutz von Humphry Davy.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Der kathodische Korrosionsschutz (KKS) ist ein Verfahren zur Korrosionskontrolle von Metalloberflächen. Dabei wird das Metall als Kathode einer elektrochemischen Zelle genutzt. Dies geschieht durch Anlegen eines externen elektrischen Stroms, der die natürlichen Korrosionsströme unterdrückt. Das Potenzial des geschützten Metalls wird zu einem negativeren Wert polarisiert, wodurch es in einen immunen oder passiven Bereich gelangt.

Es gibt zwei Hauptmethoden des kathodischen Korrosionsschutzes. Die erste ist der galvanische Anoden-Kathodenschutz (GACP), der mit Opferanoden arbeitet. Dabei wird ein elektrochemisch aktiveres Metall (wie Zink, Aluminium oder Magnesium) elektrisch mit dem zu schützenden Metall (z. B. Stahl) verbunden. Das aktive Metall wird zur Anode und korrodiert bevorzugt, wodurch es sich selbst opfert und so die Stahlkonstruktion schützt, die zur Kathode wird. Dieses System ist einfach, benötigt keine externe Stromversorgung, die Anoden müssen jedoch regelmäßig ausgetauscht werden.

Die zweite Methode ist das Fremdstrom-Kathodenschutzsystem (ICCP). Dabei wird mithilfe einer externen Gleichstromquelle (z. B. einem Transformator-Gleichrichter) ein Strom von einer inerten Anode (z. B. hochsiliziumhaltigem Gusseisen oder Mischmetalloxid) durch den Elektrolyten auf das zu schützende Bauteil übertragen. Das Bauteil fungiert dabei als Kathode, wodurch die Korrosion reduziert wird. ICCP-Systeme eignen sich zum Schutz wesentlich größerer Bauteile und sind anpassbar, jedoch komplexer und erfordern eine kontinuierliche Stromversorgung und Überwachung.

Die Wirksamkeit eines kathodischen Korrosionsschutzsystems wird durch Messung des Struktur-Elektrolyt-Potenzials überwacht. Eine ausreichend negative Potenzialverschiebung zeigt an, dass ein Schutz erreicht wird. Dieses Verfahren stoppt die meisten Formen elektrochemischer Korrosion wirksam, indem es die natürlichen Korrosionszellen auf der Metalloberfläche überlagert.

UNESCO Nomenclature: 2203
- Elektrochemie

Typ

Chemischer Prozess

Störung

Wesentliche

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Alessandro Volta’s invention of the voltaic pile (1800)
  • Verständnis der elektrochemischen Natur der Korrosion
  • Michael Faradays Gesetze der Elektrolyse (1834)

Anwendungen

  • Schutz von Stahlpipelines für Öl, Gas und Wasser
  • Erhaltung der Rümpfe von Schiffen und Offshore-Plattformen
  • Bewehrungsstahl in Betonkonstruktionen (Bewehrungsstahl)
  • Warmwasserbereiter und Speichertanks

Patente:

NA

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Verwandte Themen: kathodischer Korrosionsschutz, Korrosionsschutz, Opferanode, Fremdstrom, Elektrochemie, Rohrleitung, Schiffsrumpf, Bewehrungsstahl.

Historischer Kontext

Kathodischer Schutz

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1827
1831
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1831
1832

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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