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Selbstinduktivität

1832
  • Joseph Henry
Laboraufbau aus dem 19. Jahrhundert zur Demonstration der Selbstinduktion in elektrischen Schaltkreisen.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Selbstinduktivität ist die Eigenschaft eines elektrischen Stromkreises, bei der eine Änderung des durch ihn fließenden Stroms eine Induktivität induziert. elektromotorische Kraft (EMFDie Gegen-EMK im Stromkreis selbst wirkt der Stromänderung entgegen, wie es das Lenzsche Gesetz vorschreibt. Der Zusammenhang wird durch die Formel EL = -L dI/dt beschrieben, wobei L die Selbstinduktivität in Henry (H) ist.

Jeder Stromkreis, der einen Strom führt, erzeugt ein Magnetfeld, das wiederum einen magnetischen Fluss durch den vom Stromkreis umschlossenen Bereich erzeugt. Wenn sich dieser Strom ändert, ändert sich auch der von ihm erzeugte magnetische Fluss. Nach dem Faraday'schen Gesetz induziert diese Änderung des Eigenflusses eine entgegengesetzte EMK innerhalb desselben Stromkreises. Die Eigenschaft, die diesen Effekt quantifiziert, ist die Selbstinduktivität oder einfach die Induktivität (L). Sie ist in erster Linie eine Funktion der Geometrie des Stromkreises, z. B. der Anzahl der Windungen in einer Spule, ihrer Fläche und ihrer Länge. Sie ist definiert als das Verhältnis des magnetischen Flusses zum Strom: [latex]L = frac{NPhi_B}{I}[/latex].

Diese Eigenschaft verleiht einer Induktivität ihre charakteristische ‘Trägheit’ gegenüber Stromschwankungen. Wenn ein Stromkreis zum ersten Mal mit Strom versorgt wird, wirkt die Gegen-EMK dem Anstieg des Stroms entgegen, so dass er sich allmählich und nicht sofort aufbaut. Wird der Stromkreis dagegen unterbrochen, führt der schnelle Zusammenbruch des Magnetfelds zu einer großen Vorwärts-EMK, um den Stromfluss aufrechtzuerhalten. Dadurch kann eine sehr hohe Spannung erzeugt werden, die sich oft als Funken an den Kontakten des Schalters bemerkbar macht - ein Effekt, der in Automobilzündanlagen genutzt wird.

UNESCO Nomenclature: 2205
- Elektrizität und Magnetismus

Typ

Physikalische Eigenschaft

Störung

Grundlegendes

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Faradaysches Gesetz der Induktion
  • Ampèresches Kreislaufgesetz
  • Das Konzept des magnetischen Flusses

Anwendungen

  • Induktivitäten in elektronischen Filtern
  • Drosseln zum Blockieren von Wechselstrom, während Gleichstrom durchgelassen wird
  • Abstimmschaltungen in Radios
  • Zündspulen in Verbrennungsmotoren
  • Magnetspulen und Relais
  • Schaltnetzteile

Patente:

NA

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Verwandt mit: Selbstinduktivität, Induktivität, Induktor, Gegen-EMK, Joseph Henry, Faradaysches Gesetz, Lenzsches Gesetz, elektrische Schaltungen, magnetischer Fluss, Drossel.

Historischer Kontext

Selbstinduktivität

1827
1831
1831
1832
1834
1835
1838
1824
1827
1831
1831
1833
1834
1836
1839-01-01

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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