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Biokompatibilität in medizinischen Implantaten

1960
Biomedizintechniker, der ein medizinisches Titanimplantat im Labor auf seine Biokompatibilität untersucht.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Biokompatibilität ist die Eigenschaft eines Materials, in einer bestimmten Anwendung eine angemessene Reaktion des Wirtsorganismus hervorzurufen. Bei medizinischen Implantaten bedeutet dies, toxische, schädliche oder immunologische Reaktionen des Körpers zu vermeiden. Materialien wie TitanSilikon und bestimmte Polymere werden aufgrund ihrer Inertheit und ihrer Fähigkeit, sich in biologisches Gewebe zu integrieren, ohne signifikante Nebenwirkungen zu verursachen, ausgewählt.

Biokompatibilität ist keine einzelne Eigenschaft, sondern ein komplexes Zusammenspiel von Wechselwirkungen zwischen einem Material und dem biologischen System des Wirts. Ein ideales Biomaterial sollte weder Entzündungen noch allergische Reaktionen oder karzinogene Wirkungen hervorrufen. Die Reaktion hängt von der Oberflächenchemie, der Textur und den mechanischen Eigenschaften des Materials sowie von der Lage und Funktion des Implantats ab. Beispielsweise muss ein Herzklappenimplantat hämokompatibel sein, d. h. es darf keine Blutgerinnsel (Thrombosen) verursachen. Ein Knochenimplantat muss osteokonduktiv sein und das Knochenwachstum auf seiner Oberfläche fördern. Frühe Implantate versagten häufig aufgrund von Fremdkörperreaktionen, bei denen das Immunsystem das Implantat in fibröses Narbengewebe einkapselte, es isolierte und seine Funktion beeinträchtigte. Moderne Biomaterialien werden häufig oberflächenbehandelt oder beschichtet, um die Biokompatibilität zu verbessern. So ahmen beispielsweise Hydroxylapatit-Beschichtungen auf Titanimplantaten die mineralische Komponente des Knochens nach und fördern so eine bessere Integration. Das Gebiet der Biomaterialwissenschaft entwickelt sich ständig weiter und entwickelt „bioaktive“ Materialien, die aktiv an Heilungsprozessen teilnehmen, anstatt nur inerte Platzhalter zu sein.

UNESCO Nomenclature: 3201
- Biomedizinische Technik

Typ

Abstraktes System

Störung

Inkremental

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Fortschritte in der Polymerchemie
  • Verständnis der Fremdkörperreaktion des Immunsystems
  • Entwicklung steriler Operationstechniken durch Joseph Lister
  • Entdeckung inerter Metalle wie Titan und Platin

Anwendungen

  • künstliche Gelenke (Hüfte, Knie)
  • dental implants
  • Herzschrittmacher
  • Stents
  • kosmetische Implantate

Patente:

NA

Potenzielle Innovationsideen

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Bezogen auf: Biokompatibilität, Biomaterialien, medizinische Implantate, Wirtsreaktion, Titan, Silikon, Fremdkörperreaktion, Inertheit, Immunreaktion, Gewebeintegration.

Historischer Kontext

Biokompatibilität in medizinischen Implantaten

1960
1965
1970
1980
1980
1990
1960
1960
1969
1976-05-28
1980
1990

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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