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Superkondensatoren

1957
  • H. I. Becker
Ein Forscher analysiert einen Superkondensator im elektrochemischen Labor.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Ein elektrischer Doppelschichtkondensator (EDLC) oder Superkondensator speichert Energie elektrostatisch durch Polarisation einer Elektrolytlösung. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Batterie finden dabei keine chemischen Reaktionen statt. Die Energie wird in der elektrischen Doppelschicht (Helmholtz-Doppelschicht) gespeichert, die sich an der Grenzfläche zwischen einer Elektrode mit großer Oberfläche und einem Elektrolyten bildet. Dies ermöglicht extrem schnelles Laden und Entladen sowie eine sehr lange Lebensdauer.

Das Kernprinzip eines Doppelschichtkondensators (EDLC) beruht auf der Ladungstrennung an der Grenzfläche zwischen einer festen leitfähigen Elektrode und einem flüssigen Elektrolyten. Die Elektroden bestehen typischerweise aus Aktivkohle oder anderen porösen Materialien mit einer extrem großen Oberfläche (bis zu 2000 Quadratmeter pro Gramm). Beim Anlegen einer Spannung wandern Ionen im Elektrolyten zu den Elektroden mit entgegengesetzter Polarität und bilden zwei Ladungsschichten: eine elektronische Schicht an der Elektrodenoberfläche und eine ionische Schicht im Elektrolyten. Diese beiden Schichten sind durch eine molekular dünne Isolierschicht, die sogenannte Helmholtz-Schicht, getrennt, die als Dielektrikum dient. Die Kapazität berechnet sich nach der Formel C = εA/d, wobei ε die Permittivität des Elektrolyten, A die Elektrodenoberfläche und d der Ladungstrennabstand ist. Die enorme Oberfläche und der winzige Ladungstrennabstand (in der Größenordnung von Nanometern) führen zu extrem hohen Kapazitätswerten, die um ein Vielfaches höher sind als bei herkömmlichen Kondensatoren. Dadurch können sie beträchtliche Energiemengen speichern, obwohl ihre Energiedichte immer noch geringer ist als die von Batterien. Ihr Hauptvorteil liegt in der Leistungsdichte – der Fähigkeit, Ladung sehr schnell abzugeben und aufzunehmen.

UNESCO Nomenclature: 2203
- Physikalische Chemie

Typ

Physikalisches Gerät

Störung

Wesentliche

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Erfindung der Leidener Flasche (1745)
  • Helmholtz' Theorie der elektrischen Doppelschicht (1850er Jahre)
  • Entwicklung poröser Kohlenstoffmaterialien
  • Grundprinzipien der Elektrostatik und Kapazität

Anwendungen

  • regeneratives Bremsen in Bussen, Zügen und Kränen
  • Kurzzeitige Stromversorgung für Speicher in elektronischen Geräten (SRAM, DRAM)
  • Leistungsstabilisierung in erneuerbaren Energiesystemen
  • Kaltstarthilfe für Motoren
  • Kamerablitze

Patente:

  • US2800616A

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Verwandt mit: Superkondensator, EDLC, Ultrakondensator, elektrische Doppelschicht, Helmholtz-Schicht, Aktivkohle, Leistungsdichte, regeneratives Bremsen, elektrostatische Speicherung, Schnellladung.

Historischer Kontext

Superkondensatoren

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1957
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1959-11
1960
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1957
1958
1960
1960

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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