Partielle Differentialgleichung (PDE)
1750
- Jean le Rond d’Alembert
- Leonhard Euler
- Daniel Bernoulli
Eine partielle Differentialgleichung (PDE) ist eine Gleichung, die Beziehungen zwischen den verschiedenen partiellen Ableitungen einer multivariablen Funktion herstellt. Die Funktion wird oft als die Unbekannte bezeichnet, und eine PDE beschreibt eine Beziehung zwischen dieser unbekannten Funktion und ihren Ableitungen. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Differentialgleichungen (ODEs), die Funktionen einer einzigen Variablen betreffen, sind PDEs grundlegend für die Modellierung mehrdimensionaler Systeme.
Eine partielle Differentialgleichung (PDE) für eine Funktion u(x₁, dots, xₙ) ist eine Gleichung der Form F(x₁, dots, xₙ, u, ∂u/∂x₁, dots, ∂u/∂xₙ, ∂²u/∂x₁ ∂x₁) = 0. Diese Formulierung beschreibt den Zusammenhang zwischen einer unbekannten Funktion u mit mehreren unabhängigen Variablen und ihren partiellen Ableitungen. Die Ordnung der PDE wird durch die höchste in der Gleichung vorkommende Ableitung bestimmt. Beispielsweise ist eine Gleichung, die eine zweite, aber keine höhere Ableitung enthält, eine PDE zweiter Ordnung.
Partielle Differentialgleichungen (PDEs) werden anhand von Eigenschaften klassifiziert, die die Art ihrer Lösungen bestimmen. Ein wichtiges Klassifizierungskriterium ist die Linearität. Eine PDE ist linear, wenn sie linear in der unbekannten Funktion und all ihren Ableitungen ist. Beispielsweise ist [latex]a(x,y)u_{xx} + b(x,y)u_{yy} = f(x,y)[/latex] linear. Hängen die Koeffizienten von [latex]u[/latex] oder ihren Ableitungen ab, wird die Gleichung nichtlinear. Nichtlineare PDEs sind bekanntermaßen schwer zu lösen und zeigen oft komplexe Verhaltensweisen wie Stoßwellen oder Solitonen.
Die Untersuchung partieller Differentialgleichungen ist ein umfangreiches Teilgebiet der Mathematik und von entscheidender Bedeutung für die Modellierung von Phänomenen in Wissenschaft und Technik. Eine Lösung zu finden bedeutet, eine Funktion zu identifizieren, die die Gleichung erfüllt, oft unter Berücksichtigung spezifischer Rand- oder Anfangsbedingungen, die das Problem auf eine eindeutige physikalische Situation beschränken. Die Entwicklung von Methoden zur analytischen und numerischen Bestimmung und Analyse dieser Lösungen ist seit dem 18. Jahrhundert ein zentrales Thema der Mathematik.
UNESCO Nomenclature: 1102
Analyse
Verwendung
Weitverbreitete Verwendung
Vorläufer
- Entwicklung der Infinitesimalrechnung durch Newton und Leibniz
- Formulierung gewöhnlicher Differentialgleichungen (ODE)
- Einführung der partiellen Ableitungen durch Euler und d'Alembert
- newton’s laws of motion and universal gravitation
Anwendungen
- Fluiddynamik (Navier-Stokes-Gleichungen)
- Elektromagnetismus (Maxwell-Gleichungen)
- quantum mechanics (schrödinger equation)
- Allgemeine Relativitätstheorie (Einsteinsche Feldgleichungen)
- Finanzmodellierung (Black-Scholes-Gleichung)
Potenzielle Innovationsideen
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Verwandt mit: partielle Differentialgleichung, partielle Ableitung, Differentialgleichung, mathematische Modellierung, Analysis, mehrdimensionale Analysis, Randwertproblem, Anfangswertproblem.