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Courant–Friedrichs–Lewy Condition

1928
  • Richard Courant
  • Kurt Friedrichs
  • Hans Lewy
Computergestützte Strömungsdynamik-Simulations-Workstation zur Demonstration der CFL-Bedingungen bei der numerischen Analyse.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Die Courant-Friedrichs-Lewy-Bedingung (CFL) ist ein notwendiges Stabilitätskriterium für numerische Lösungen von hyperbolischen partielles Differential Gleichungen unter Verwendung expliziter Zeitintegrationsverfahren. Demnach muss die Zeitschrittweite so klein sein, dass die Informationen nicht weiter als eine räumliche Gitterzelle pro Zeitschritt reisen. Für einen 1D-Fall ist [latex]C = u \frac{\Delta t}{\Delta x} \le C_{max}[/latex], wodurch die numerische Stabilität gewährleistet ist.

Die CFL-Bedingung ist ein grundlegendes Konzept für die Stabilität expliziter numerischer Methoden mit Zeitablauf. Sie ergibt sich aus dem Grundsatz, dass der numerische Abhängigkeitsbereich eines Gitterpunktes den physikalischen Abhängigkeitsbereich enthalten muss. Einfacher ausgedrückt: Für eine Berechnung an einem Gitterpunkt (i) im nächsten Zeitschritt (n+1) verwendet das numerische Verfahren Informationen von benachbarten Punkten im aktuellen Zeitschritt (n). Die CFL-Bedingung stellt sicher, dass jedes physikalische Phänomen (z. B. eine Druckwelle), das den Punkt (i) im Zeitintervall [latex]\Delta t[/latex] erreicht haben könnte, seinen Ursprung in dieser Gruppe von Nachbarpunkten haben muss.

In der Formel [latex]C = \frac{u \Delta t}{\Delta x} \le C_{max}[/latex] ist [latex]C[/latex] die dimensionslose Courant-Zahl, [latex]u[/latex] die maximale Wellenausbreitungsgeschwindigkeit im System (z. B. die Flüssigkeitsgeschwindigkeit plus die Schallgeschwindigkeit bei kompressibler Strömung), [latex]\Delta t[/latex] der Zeitschritt und [latex]\Delta x[/latex] der Gitterabstand. Der Wert von [latex]C_{max}[/latex] hängt vom jeweiligen numerischen Schema ab, liegt aber häufig in der Größenordnung von 1. Wird die Bedingung verletzt ([latex]C > C_{max}[/latex]), wird die numerische Lösung instabil, wobei die Fehler exponentiell ansteigen und zu einem unphysikalischen, divergenten Ergebnis führen. Dies führt zu einer strengen Beschränkung der Zeitschrittweite, insbesondere bei Netzen mit sehr feinen Zellen ([latex]\Delta x[/latex] ist klein), was explizite Methoden für bestimmte Probleme rechenintensiv macht. Implizite Methoden sind zwar pro Zeitschritt komplexer, aber oft bedingungslos stabil und unterliegen nicht der CFL-Beschränkung, so dass viel größere Zeitschritte möglich sind.

UNESCO Nomenclature: 1208
- Numerische Analyse

Typ

Abstraktes System

Störung

Grundlegendes

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Finite-Differenzen-Methode
  • Theorie der partiellen Differentialgleichungen (insbesondere hyperbolische Gleichungen)
  • Konzept der numerischen Stabilität und Konvergenz
  • Von Neumann-Stabilitätsanalyse

Anwendungen

  • Gewährleistung der Stabilität von Wettervorhersagemodellen
  • Steuerung der Zeitschrittgröße in aerodynamischen Simulationen
  • Simulation der Wellenausbreitung in der Akustik und Elektromagnetik
  • Finanzielle Modellierung der Optionspreisgestaltung mit expliziten Finite-Differenzen-Methoden
  • seismische Wellenmodellierung für die Öl- und Gasexploration
  • Simulationen in der Plasmaphysik und Astrophysik

Patente:

NA

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Verwandt mit: cfl-Bedingung, numerische Stabilität, explizite Methode, time-marching, hyperbolische pde, Courant-Zahl, Zeitschritt, Konvergenz.

Historischer Kontext

Courant–Friedrichs–Lewy Condition

1911
1922
1925
1928
1930
1936
1940
1903
1914
1924
1925
1930
1931
1939
1940

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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