Product Design, Manufacturing & Innovation Resources
Heim » Biogene flüchtige organische Verbindungen (BVOCs)

Biogene flüchtige organische Verbindungen (BVOCs)

1980
Laboranalyse von biogenen flüchtigen organischen Verbindungen in der Atmosphärenchemie.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Biogene flüchtige organische Verbindungen (BVOC) sind flüchtige organische Verbindungen, die von lebenden Organismen, vor allem Pflanzen, produziert und emittiert werden. Isopren ([latex]C_5H_8[/latex]) und Terpene sind die am häufigsten vorkommenden BVOCs. Obwohl sie natürlich vorkommen, sind ihre Emissionen enorm und übersteigen weltweit die der anthropogenen VOC. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Pflanzenabwehr und der Signalübertragung und sind wichtige Vorläufer für atmosphärisches Ozon und sekundäre organische Aerosole, die die Luftqualität und das Klima beeinflussen.

Biogene flüchtige organische Verbindungen stellen einen massiven Fluss von Kohlenstoff aus der Biosphäre in die Atmosphäre dar, der auf etwa 1 Milliarde Tonnen pro Jahr geschätzt wird. Isopren ist die am meisten emittierte organische Nicht-Methan-Verbindung, vor allem von Laubbäumen. Monoterpene ([latex]C_{10}H_{16}[/latex]), wie Alpha-Pinen und Limonen, sind charakteristische Emissionen von Nadelbäumen. Pflanzen produzieren diese Verbindungen aus verschiedenen ökologischen Gründen, u. a. um Pflanzenfresser abzuschrecken, Bestäuber anzulocken, sich vor thermischem Stress zu schützen und mit anderen Pflanzen zu kommunizieren.

Einmal in der Atmosphäre, sind BVOCs sehr reaktiv. Ihre Oxidation, hauptsächlich durch das Hydroxylradikal ([latex]\bullet OH[/latex]), Ozon ([latex]O_3[/latex]) und das Nitratradikal ([latex]NO_3\bullet[/latex]), ist ein zentraler Prozess in der Atmosphärenchemie. Diese Oxidation trägt wesentlich zur Bildung von Sekundärschadstoffen bei. In verschmutzten Umgebungen mit hohem NOx-Gehalt kann die BVOC-Oxidation die Bildung von Ozonsmog verschlimmern. In saubereren Umgebungen führt sie zur Bildung von sekundären organischen Aerosolen (SOA), winzigen Partikeln in der Luft, die die Wolkenbildung, die Strahlungsbilanz der Erde und die menschliche Gesundheit beeinträchtigen können. Das Zusammenspiel zwischen natürlichen BVOC-Emissionen und anthropogenen Schadstoffen ist ein wichtiger Forschungsbereich für das Verständnis der regionalen Luftqualität und des globalen Klimas.

UNESCO Nomenclature: 2501
- Atmosphärische Wissenschaften

Typ

Ökologischer Prozess

Störung

Wesentliche

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Entdeckung und Charakterisierung von Isopren und Terpenen
  • Entwicklung der Gaschromatographie zur Analyse komplexer organischer Gemische
  • Verständnis der Pflanzenphysiologie und des Stoffwechsels
  • erste Beobachtungen von ‘blauem Dunst’ über bewaldeten Gebieten

Anwendungen

  • Modelle der Atmosphärenchemie
  • Klimaforschung
  • Entwicklung natürlicher Pestizide und Duftstoffe
  • Luftqualitätsvorhersage
  • Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Pflanzenfressern

Patente:

NA

Potenzielle Innovationsideen

Aufgrund des hohen Datenverkehrs durch Web-Scraping-Bots, der derzeit mehr als 40.000 Anfragen pro Tag umfasst, ist dieser Inhalt ausschließlich Community-Mitgliedern vorbehalten.
> Anmelden < oder > Registrieren < (100% kostenlos) Zugriff darauf sowie auf alle anderen eingeschränkten Inhalte und Tools.

Verwandt mit: BVOC, biogen, Isopren, Terpene, Atmosphärenchemie, Pflanzenemissionen, sekundäres organisches Aerosol, Luftqualität, Wechselwirkung Biosphäre-Atmosphäre, Klima.

Historischer Kontext

Biogene flüchtige organische Verbindungen (BVOCs)

1970
1975
1980
1980
1982
1990
1990
1970
1970
1978
1980
1980
1982
1990
1990

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

Verwandte Erfindungen, Innovationen und technische Prinzipien

Bilder in voller Größe und Downloads sind nur für registrierte Mitglieder 100% kostenlos verfügbar.

> Login <