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Sauerstoff-Acetylen-Flammentypen

1910
Autogenschweißverfahren im Maschinenbau zur Stahlverschmelzung.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Die Eigenschaften einer Acetylen-Sauerstoff-Flamme werden durch das Volumenverhältnis von Sauerstoff zu Acetylen bestimmt. Eine neutrale Flamme (Verhältnis ≈ 1,1:1) ist Standard beim Stahlschweißen. Eine aufkohlende oder reduzierende Flamme (Verhältnis 1,1:1) hat einen Sauerstoffüberschuss, ist heißer und wird zum Hartlöten verwendet.

Jede Flammenart hat ein anderes Aussehen und eine andere chemische Wirkung auf das geschmolzene Schweißbad. Die neutrale Flamme zeichnet sich durch einen gut definierten, hellen inneren Kegel und eine schwächere, bläuliche äußere Umhüllung aus. Sie liefert Wärme, ohne die chemische Zusammensetzung des Grundwerkstoffs zu verändern, und ist daher ideal für die meisten Stahlschweißanwendungen. Die aufkohlende Flamme ist durch einen dritten, federartigen Kegel (die "Acetylenfeder") gekennzeichnet, der vom inneren Kegel ausgeht. Die Länge dieser Feder zeigt die Menge des überschüssigen Acetylens an. Mit dieser Flamme wird Kohlenstoff in das geschmolzene Schweißbad eingebracht, was die Härte des Schweißguts erhöhen kann, was beim Auftragschweißen erwünscht ist, sich aber nachteilig auf die Duktilität von Baustahl auswirkt. Die oxidierende Flamme hat einen kürzeren, spitzeren und manchmal violetten Innenkegel und erzeugt ein charakteristisches Zischgeräusch. Der überschüssige Sauerstoff neigt dazu, Kohlenstoff und andere Legierungselemente aus dem Schweißbad auszubrennen, was im Allgemeinen beim Stahlschweißen unerwünscht ist, aber bei der Erzeugung einer starken Oxidschicht nützlich sein kann, die die Benetzung bei bestimmten Löt- und Hartlötarbeiten an Materialien wie Kupfer und Messing fördert.

UNESCO Nomenclature: 3313
- Maschinenbau und Maschinen

Typ

Chemischer Prozess

Störung

Inkremental

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Erfindung des einstellbaren Acetylen-Sauerstoff-Brenners mit separaten Gasventilen
  • Grundlegendes Verständnis der Verbrennungsstöchiometrie
  • Empirische Untersuchungen zu den Auswirkungen der Flammenchemie auf geschmolzene Metalle
  • Entwicklung zuverlässiger Druckregler für präzise Gasmischung

Anwendungen

  • Schmelzschweißen von Stählen mit neutraler Flamme
  • Hartauftragsarbeiten zum Auftragen verschleißfester Materialien mittels Aufkohlungsflamme
  • Hartlöten von Gusseisen und bestimmten Nichteisenmetallen mit einer oxidierenden Flamme
  • Schweißen von kohlenstoffreichen Stählen ohne Verlust des Kohlenstoffgehalts
  • Silberlöt- und Hartlötvorgänge
  • Glas- und Lampenbearbeitung

Patente:

NA

Potenzielle Innovationsideen

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Verwandte Themen: neutrale Flamme, aufkohlende Flamme, oxidierende Flamme, Flammeneinstellung, Sauerstoff-Acetylen-Verhältnis, Schweißen, Auftragschweißen, Hartlöten, Stöchiometrie, Schweißbad.

Historischer Kontext

Sauerstoff-Acetylen-Flammentypen

1900
1903
1906
1910
1910
1910
1920
1900
1900
1903-05-10
1910
1910
1910
1910
1920

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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