Kohlenstoffbindung im Ozean
Es geht darum, CO2 abzuscheiden und in der Tiefsee zu speichern, die die größte Kohlenstoffsenke des Planeten ist. Zu den Methoden gehören die direkte Injektion von flüssigem CO2 in die Wassersäule oder auf den Meeresboden und die Ozeandüngung, um das Wachstum des Phytoplanktons anzuregen, das CO2 durch Photosynthese absorbiert. Beide Ansätze sind mit erheblichen Umweltproblemen verbunden, vor allem mit der Versauerung der Ozeane und den unvorhersehbaren Auswirkungen auf die marinen Ökosysteme.
The ocean naturally absorbs vast quantities of atmospheric CO2 through two primary mechanisms: the ‘solubility pump’ and the ‘biological pump’. The solubility pump involves CO2 dissolving in cold, dense surface water at high latitudes, which then sinks and circulates in the deep ocean for centuries. The biological pump involves marine organisms, primarily phytoplankton, converting CO2 into organic matter through photosynthesis. When these organisms die, a fraction of their carbon sinks to the deep ocean.
Ocean sequestration proposals aim to accelerate these processes. Direct injection involves pumping compressed CO2 to depths of 1,000-3,000 meters. At these depths, the high pressure causes the CO2 to become a liquid denser than seawater, theoretically forming stable pools on the ocean floor. However, this would create zones of extreme acidity, lethal to most marine life.
Bei der Ozeandüngung, insbesondere der Eisendüngung, werden Teile des Ozeans mit Mikronährstoffen wie Eisen gedüngt, um eine massive Phytoplanktonblüte auszulösen. Die Hypothese ist, dass dies die Stärke der biologischen Pumpe erhöhen würde. Experimente haben jedoch gemischte Ergebnisse gezeigt, was die Frage betrifft, wie viel Kohlenstoff tatsächlich in die Tiefsee gelangt, und es bestehen große Bedenken, dass sich die Basis des marinen Nahrungsnetzes verändert und möglicherweise anoxische ‘tote Zonen’ entstehen. Aufgrund dieser schwerwiegenden Umweltrisiken und rechtlicher Unsicherheiten im Rahmen internationaler Verträge wie dem Londoner Übereinkommen/Protokoll wird die Sequestrierung im großen Maßstab derzeit nicht weiterverfolgt.
UNESCO Nomenclature: 2508
- Meereskunde
Typ
Umwelttechnischer Prozess
Verwendung
Konzeptuell/Theoretisch
Vorläufer
- Entdeckung der Rolle des Ozeans als wichtige Kohlenstoffsenke
- Verständnis der marinen biologischen und Löslichkeitspumpen
- Entwicklung von Tiefsee-Tauchbooten und ferngesteuerten Fahrzeugen (ROVs)
- Forschung zur limitierenden Rolle von Mikronährstoffen (wie Eisen) bei der Meeresproduktivität
- Fortschritte in der chemischen Ozeanographie und der Modellierung des Kohlenstoffkreislaufs
Anwendungen
- Forschungsexperimente zur Untersuchung des Schicksals von CO2 in Tiefseeumgebungen
- Modelle zum Verständnis des globalen Kohlenstoffkreislaufs und der Ozeanchemie
- Vorschläge für Geoengineering, obwohl weitgehend durch internationale Abkommen verboten
Potenzielle Innovationsideen
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Verwandte Themen: Sequestrierung der Ozeane, direkte Injektion, Ozeandüngung, biologische Pumpe, Löslichkeitspumpe, Ozeanversauerung, marine Ökosysteme, Eisendüngung, Kohlenstoffkreislauf, Geoengineering.