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Chemische Oxidation vor Ort (ISCO)

1990
Techniker im Außendienst, der chemische In-situ-Oxidation zur Sanierung von Schadstoffen in der Umwelt durchführt.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Die chemische In-Situ-Oxidation (ISCO) ist eine aggressive Sanierungstechnologie, bei der starke chemische Oxidationsmittel direkt in den kontaminierten Untergrund injiziert werden, um Schadstoffe zu zerstören. Zu den gängigen Oxidationsmitteln gehören Permanganat, Persulfat, Wasserstoffperoxid (Fenton-Reagenz) und Ozon. Diese Chemikalien reagieren mit den Schadstoffen und wandeln sie in weniger toxische Substanzen wie Kohlendioxid, Wasser und anorganische Salze um, ohne dass das kontaminierte Material ausgegraben werden muss.

ISCO ist eine leistungsfähige Methode für den schnellen Abbau einer Vielzahl organischer Schadstoffe im Boden und im Grundwasser. Die Auswahl des Oxidationsmittels ist von entscheidender Bedeutung und hängt von der Zielverunreinigung, der Geochemie des Standorts und Sicherheitsüberlegungen ab. Kaliumpermanganat ([latex]KMnO_4[/latex]) ist wirksam gegen chlorierte Ethene wie PCE und TCE, aber weniger wirksam bei Mineralölkohlenwasserstoffen. Das Fenton-Reagenz, eine Mischung aus Wasserstoffperoxid ([latex]H_2O_2[/latex]) und einem Eisenkatalysator, erzeugt hochreaktive Hydroxylradikale ([latex]\bullet OH[/latex]), die die meisten organischen Verbindungen nicht-selektiv zerstören können. Persulfat ([latex]S_2O_8^{2-}[/latex]), das durch Hitze, einen hohen pH-Wert oder Eisen aktiviert wird, ist stabiler als das Fenton-Reagenz und kann weiter in den Untergrund vordringen. Ozon ([latex]O_3[/latex]) ist ein Gas, das normalerweise in den Untergrund eingeleitet wird, um sowohl gesättigte als auch ungesättigte Zonen zu behandeln.

Eine große Herausforderung bei ISCO besteht darin, das Oxidationsmittel effektiv in die betroffene Kontaminationszone zu transportieren und zu verteilen. Der Untergrund ist oft heterogen, und das Oxidationsmittel kann durch Reaktionen mit natürlichen organischen Stoffen oder Mineralien im Boden verbraucht werden (natürlicher Oxidationsmittelbedarf, NOD). Dies kann den Chemikalienbedarf deutlich erhöhen. Darüber hinaus können ISCO-Reaktionen stark exotherm sein und so gefährliche Bedingungen schaffen. Durch die Veränderung der Redoxbedingungen im Grundwasserleiter können giftige Metalle wie Chrom freigesetzt werden. Trotz dieser Herausforderungen wird ISCO häufig aufgrund seiner schnellen Reduzierung hoher Schadstoffkonzentrationen in den Quellgebieten gewählt.

UNESCO Nomenclature: 2506
- Umweltwissenschaften

Typ

Chemischer Prozess

Störung

Wesentliche

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Verständnis der Redoxchemie und Reaktionskinetik
  • industrieller Einsatz chemischer Oxidationsmittel in der Abwasserbehandlung
  • Fortschritte bei Bohr- und Injektionstechnologien für den Zugang zum Untergrund
  • Entwicklung analytischer chemischer Methoden zur Überwachung des Schadstoffabbaus

Anwendungen

  • Behandlung von dichten nichtwässrigen Phasenflüssigkeiten (dnapls) wie TCE
  • Sanierung von Erdöl-Kohlenwasserstofffahnen
  • Zerstörung von Pestiziden und Herbiziden in Boden und Grundwasser
  • Sanierung von mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) kontaminierten Standorten
  • schnelle Quellzonenbehandlung zur Reduzierung der Schadstoffmasse

Patente:

NA

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Verwandt mit: ISCO, chemische In-situ-Oxidation, Sanierung, Grundwasser, Boden, Fenton-Reagenz, Permanganat, Persulfat, Schadstoffzerstörung, Oxidationsmittel.

Historischer Kontext

Chemische Oxidation vor Ort (ISCO)

1980
1980
1982
1990
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1990
1990
1978
1980
1980
1982
1990
1990
1990
1993

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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