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Biologische Sanierung

1970
Umweltwissenschaftler bei der Bioremediation an einem kontaminierten Standort.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Bioremediation ist ein Verfahren, bei dem Mikroorganismen, Pilze, Grünpflanzen oder deren Enzyme eingesetzt werden, um eine kontaminierte Umwelt in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen. Es kann eingesetzt werden, um bestimmte Bodenschadstoffe, wie z. B. chlorierte Pestizide, zu bekämpfen oder ein breiteres Spektrum an Schadstoffen zu behandeln. Bioremediation kann natürlich erfolgen (natürliche Dämpfung) oder durch die Zugabe von Düngemitteln (Biostimulation) oder bestimmten Mikroorganismen (Bioaugmentation) beschleunigt werden.

Bioremediation nutzt biologische Prozesse, um Schadstoffe in Boden, Wasser und Sedimenten zu beseitigen und zu neutralisieren. Das Kernprinzip besteht darin, dass bestimmte Mikroorganismen Schadstoffe als Nahrungsquelle nutzen und sie zu weniger schädlichen oder ungiftigen Substanzen wie Kohlendioxid und Wasser verstoffwechseln können. Dieser Prozess kann als in-situ oder ex-situ kategorisiert werden. Bei der in-situ-Bioremediation wird das kontaminierte Material vor Ort behandelt, was weniger störend und oft kostengünstiger ist. Bei der ex-situ-Bioremediation wird der kontaminierte Boden ausgehoben oder das Grundwasser zur Behandlung an einen anderen Ort gepumpt, was kontrolliertere Bedingungen ermöglicht, jedoch mit höheren Kosten verbunden ist.

Wichtige Strategien zur Verbesserung der Bioremediation sind Biostimulation und Bioaugmentation. Bei der Biostimulation wird die Umgebung so verändert, dass vorhandene Bakterien zur Bioremediation stimuliert werden. Dies geschieht häufig durch die Zugabe von Nährstoffen wie Stickstoff und Phosphor oder Elektronenakzeptoren wie Sauerstoff. Bei der Bioaugmentation werden spezifische, oft nicht heimische Mikroorganismen in den Bereich eingebracht, die den Zielschadstoff nachweislich abbauen. Dies ist sinnvoll, wenn die einheimische mikrobielle Population nicht ausreicht oder nicht über die erforderlichen Stoffwechselfähigkeiten verfügt. Die Wirksamkeit der Bioremediation hängt stark von Faktoren wie Art und Konzentration des Schadstoffs, Temperatur, pH-Wert sowie dem Vorhandensein von Sauerstoff und Nährstoffen ab.

UNESCO Nomenclature: 2505
- Ökologie

Typ

Biologischer Prozess

Störung

Wesentliche

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Entdeckung der Mikroorganismen durch Antonie van Leeuwenhoek
  • louis pasteurs arbeit über fermentation und mikrobiologischen stoffwechsel
  • Verständnis der Kohlenstoff- und Stickstoffkreisläufe in Ökosystemen
  • frühe Nutzung von Landfarming zur Ölabfallentsorgung

Anwendungen

  • Beseitigung von Ölverschmutzungen
  • Behandlung von kontaminiertem Grundwasser
  • Abbau von industriellen Lösungsmitteln im Boden
  • Kläranlagen
  • Sanierung von mit chlorierten Pestiziden kontaminierten Standorten

Patente:

NA

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Verwandt mit: Bioremediation, Mikroorganismen, Kontamination, Verschmutzung, Umweltsanierung, Biostimulation, Bioaugmentation, in-situ, ex-situ, biologischer Abbau.

Historischer Kontext

Biologische Sanierung

1946
1950
1960
1970
1970
1978
1980
1940
1950
1950
1960
1970
1975
1980
1980

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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