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Photochemischer Smog

1950
Städtische Straßenszene, die die Auswirkungen des photochemischen Smogs im Jahr 1950 zeigt und die Chemie der Atmosphäre verdeutlicht.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Photochemischer Smog entsteht durch eine komplexe Reihe von Reaktionen, an denen Sonnenlicht, Stickoxide (NOx) und flüchtige organische Verbindungen (VOC) beteiligt sind. Der Prozess wird eingeleitet, wenn das Sonnenlicht Stickstoffdioxid ([latex]NO_2[/latex]) in Stickstoffoxid (NO) und ein Sauerstoffatom (O) spaltet. Dieses freie Sauerstoffatom verbindet sich dann mit molekularem Sauerstoff ([latex]O_2[/latex]) und bildet bodennahes Ozon ([latex]O_3[/latex]), eine Hauptkomponente von Smog.

Die Bildung von photochemischem Smog ist ein zyklischer Prozess, der durch die Sonneneinstrahlung angetrieben wird. Der Zyklus beginnt in der morgendlichen Rushhour, wenn Fahrzeuge große Mengen an Stickoxiden (NOx) und flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) ausstoßen. Die ultraviolette (UV) Strahlung des Sonnenlichts liefert die Energie für die erste Schlüsselreaktion: die Photolyse von Stickstoffdioxid ([latex]NO_2 \\xrightarrow{h\nu} NO + O[/latex]). Der hochreaktive atomare Sauerstoff (O) verbindet sich dann schnell mit zweiatomigem Sauerstoff ([latex]O_2[/latex]) und bildet Ozon ([latex]O_3[/latex]): [latex]O + O_2 \rightarrow O_3[/latex]. Normalerweise würde dieses Ozon durch Reaktion mit dem im ersten Schritt gebildeten Stickstoffoxid (NO) zerstört werden, wobei [latex]NO_2[/latex] und [latex]O_2[/latex] in einem Null-Zyklus neu gebildet werden. Das Vorhandensein von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) stört jedoch dieses Gleichgewicht.

VOCs reagieren in der Atmosphäre mit Hydroxylradikalen (OH) und bilden Peroxyradikale ([latex]RO_2[/latex]). Diese Peroxy-Radikale sind sehr effektiv bei der Oxidation von NO zu [latex]NO_2[/latex], ohne ein Ozonmolekül zu verbrauchen: [latex]RO_2 + NO + RO + NO_2[/latex]. Durch diese Reaktion wird schnell [latex]NO_2[/latex] regeneriert, das dann erneut photolytisch aufgespalten werden kann, um mehr Ozon zu erzeugen, während gleichzeitig verhindert wird, dass NO das vorhandene Ozon abbaut. Dies führt zu einer Nettoakkumulation von Ozon im Laufe des Tages, wobei die Konzentrationen typischerweise am Nachmittag ihren Höhepunkt erreichen. Das komplexe Gemisch enthält auch andere schädliche Sekundärschadstoffe wie Peroxyacetylnitrat (PAN), Aldehyde und Salpetersäure, wodurch die charakteristische trübe, reizstoffhaltige Luft entsteht, die als Smog bekannt ist.

UNESCO Nomenclature: 2501
- Atmosphärische Wissenschaften

Typ

Chemischer Prozess

Störung

Wesentliche

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Entdeckung des Ozons durch Christian Friedrich Schönbein
  • Verständnis der chemischen Kinetik und Reaktionsmechanismen
  • Entwicklung des Verbrennungsmotors und weite Verbreitung des Automobils
  • Identifizierung flüchtiger organischer Verbindungen und Stickoxide als Schadstoffe
  • arie jan haagen-smit's forschung zum zusammenhang zwischen ozon und pflanzenschäden in los angeles

Anwendungen

  • Formulierung von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC)-armen Farben, Lösungsmitteln und Verbraucherprodukten
  • Abgasnormen für Fahrzeuge (z. B. Euro-Normen, US-EPA-Normen)
  • Luftqualitätsvorhersagemodelle, die Tage mit hohem Ozongehalt vorhersagen
  • Dampfrückgewinnungssysteme an Tankstellen
  • Entwicklung von Fahrzeugen mit alternativen Kraftstoffen und geringeren NOx- und VOC-Emissionen

Patente:

NA

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Bezogen auf: photochemischer Smog, bodennahes Ozon, Stickstoffoxide, flüchtige organische Verbindungen, VOC, NOX, Sonnenlicht, Atmosphärenchemie, Sekundärschadstoff, Peroxyacetylnitrat.

Historischer Kontext

Photochemischer Smog

1912
1940
1940
1950
1950
1960
1970
1910
1940
1940
1946
1950
1960
1970
1970

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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