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Passives Solardesign

1970
Wohngebäude mit passiven Solardesignmerkmalen wie Trombe-Wänden und nach Süden ausgerichteten Fenstern.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Passives Solardesign ist eine Gebäudedesignstrategie, bei der die Komponenten eines Gebäudes - Wände, Böden, Fenster und Ausrichtung - genutzt werden, um Sonnenenergie zu sammeln, zu speichern, zu reflektieren und in Form von Wärme im Winter zu verteilen und Sonnenwärme im Sommer abzuweisen. Im Gegensatz zu aktiven Solarheizungssystemen werden keine mechanischen und elektrischen Geräte eingesetzt.

Passives Solardesign beruht auf fünf Grundprinzipien. Das erste ist die Öffnung (oder der Kollektor), die aus großen Glasflächen (Fenster, Oberlichter) besteht, die zur Sonne hin ausgerichtet sind, in der Regel nach Süden in der nördlichen Hemisphäre. Diese lassen das Sonnenlicht in das Gebäude eindringen. Das zweite Prinzip ist der Absorber, bei dem es sich um harte, abgedunkelte Flächen auf der der Sonne zugewandten Seite einer thermischen Masse handelt. Diese Oberflächen absorbieren die einfallende Sonnenstrahlung und wandeln sie in Wärme um.

Das dritte Prinzip ist die thermische Masse, ein Material, das große Wärmemengen speichern kann. Häufig werden Materialien wie Beton, Ziegel, Stein und Wasser verwendet. Die thermische Masse ist so positioniert, dass sie vom Sonnenlicht bestrahlt wird, das durch die Öffnung eindringt. Sie absorbiert tagsüber überschüssige Wärme und gibt sie nachts langsam an den Raum ab, wodurch Temperaturschwankungen im Inneren ausgeglichen werden.

Das vierte Prinzip ist die Verteilung, also die Art und Weise, wie die Sonnenwärme von den Sammel- und Speicherpunkten in verschiedene Bereiche des Gebäudes zirkuliert. Dies kann durch natürliche Konvektion, Wärmeleitung und Strahlung geschehen. Beispielsweise steigt warme Luft auf und kann durch hohe Lüftungsöffnungen zirkulieren, während kühlere Luft durch niedrige Lüftungsöffnungen angesaugt wird.

Das letzte Prinzip ist die Steuerung. Dabei handelt es sich um Mechanismen zur Steuerung der Sonneneinstrahlung, insbesondere zur Vermeidung einer Überhitzung im Sommer. Dachüberstände, Markisen, Jalousien und Laubbäume sind gängige Steuerungselemente. Sie sind so konzipiert, dass sie die hochstehende Sommersonne abhalten, die tiefstehende Wintersonne jedoch ins Gebäude eindringen lassen.

UNESCO Nomenclature: 3303
- Architektur

Typ

Abstraktes System

Störung

Wesentliche

Verwendung

Weitverbreitete Verwendung

Vorläufer

  • Antike griechische und römische Praktiken, Gebäude so auszurichten, dass sie die Wintersonne einfangen
  • Sokrates' Beschreibung des "Megaron-Hauses", das auf Sonneneinstrahlung ausgelegt ist
  • Die Erfindung des Klarglases ermöglicht große Fenster
  • Forschungen zur Wärmeübertragung und Thermodynamik im 19. Jahrhundert

Anwendungen

  • Trombe-Wände in Wohnhäusern
  • Südfenster mit berechneten Überhängen auf der Nordhalbkugel
  • Materialien mit hoher thermischer Masse wie Beton- oder Steinböden
  • an Gebäuden befestigte Wintergärten oder Solarien
  • Tageslichtstrategien zur Reduzierung des elektrischen Beleuchtungsbedarfs

Patente:

NA

Potenzielle Innovationsideen

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Verwandte Themen: Passive Solarenergie, Gebäudeplanung, Architektur, thermische Masse, Solarenergie, nachhaltiges Bauen, Energieeffizienz, Tageslicht.

Historischer Kontext

Passives Solardesign

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1965-12-21
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(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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