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Die Kruithof-Kurve

1941
  • Arie Andries Kruithof
Menschenzentrierte Bürobeleuchtungsplanung zur Veranschaulichung der Prinzipien der Kruithof-Kurve.

(Abbildung dient nur zur Veranschaulichung)

Die Kruithof-Kurve ist ein empirisches Diagramm aus der Psychophysik, das einen Bereich von Beleuchtungsstärken und Farbtemperaturen abgrenzt, die als angenehm oder angenehm empfunden werden. Sie geht davon aus, dass Menschen bei schwacher Beleuchtung wärmere Farbtemperaturen (eher rötlich/gelblich) bevorzugen, während bei hoher Beleuchtungsstärke kühlere Farbtemperaturen (eher bläulich) bevorzugt werden. Lichtverhältnisse außerhalb dieses Bereichs können unnatürlich oder unangenehm empfunden werden.

Arie Andries Kruithof führte 1941 Experimente durch, bei denen Beobachter das Erscheinungsbild eines mit Entladungslampen verschiedener Farbtemperaturen und Beleuchtungsstärken beleuchteten Raums bewerten sollten. Indem er die Kombinationen aufzeichnete, die als ‘angenehm’ oder ‘natürlich’ bewertet wurden, definierte er einen begrenzten Bereich auf einem Diagramm mit der Beleuchtungsstärke auf der y-Achse und der Farbtemperatur auf der x-Achse. So wurde beispielsweise ein schwaches Licht (z. B. 20 Lux) nur dann als angenehm empfunden, wenn es eine sehr warme Farbtemperatur (z. B. 2000 K) hatte, ähnlich wie Kerzenlicht. Ein helles Licht (z. B. 500 Lux) wurde nur dann als angenehm empfunden, wenn es eine kühlere Temperatur hatte (z. B. 4000 K oder höher), ähnlich wie Tageslicht.

Obwohl die ursprünglichen Experimente nur eine kleine Stichprobengröße umfassten und ihre Gültigkeit diskutiert wurde, war das allgemeine Prinzip der Kruithof-Kurve äußerst einflussreich. Sie bietet eine einfache, intuitive Richtlinie für die Lichtgestaltung, die sich an der menschlichen Erfahrung orientiert: Das warme, gedämpfte Licht eines Kaminfeuers ist gemütlich, während das kühle, helle Licht des Himmels belebend wirkt. Dieses Konzept bildet die Grundlage für moderne, menschenzentrierte und zirkadiane Beleuchtungssysteme, die durch die Modulation von Lichtintensität und Farbtemperatur im Tagesverlauf Gesundheit und Wohlbefinden verbessern sollen.

UNESCO Nomenclature: 6114
- Psychologie

Typ

Empirisches Modell

Störung

Inkremental

Verwendung

Nische/Spezialisiert

Vorläufer

  • Entwicklung künstlicher Beleuchtungstechnologien mit unterschiedlichen Farbeigenschaften
  • Frühe Studien in der Psychophysik, die physikalische Reize (Licht) mit der Sinneswahrnehmung (Komfort) in Beziehung setzten
  • Festlegung quantitativer Messgrößen für Beleuchtungsstärke (Lux) und Farbtemperatur (Kelvin)

Anwendungen

  • menschenzentriertes Lichtdesign für Büros und Wohnungen
  • Tunable-White-LED-Systeme, die den Tag-Nacht-Zyklus nachahmen (nachts warm, tagsüber kühl)
  • Ergonomie von Arbeitsplätzen zur Verbesserung der Produktivität und des Wohlbefindens
  • Innenarchitektur zur Schaffung bestimmter Stimmungen
  • user interface design for displays with adaptive color temperature (e.g., ‘night shift’ modes)

Patente:

NA

Potenzielle Innovationsideen

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Verwandte Themen: Kruithof-Kurve, Psychophysik, Lichtplanung, Sehkomfort, Beleuchtungsstärke, Farbtemperatur, humanzentrierte Beleuchtung, Ergonomie, einstellbares Weißlicht, Wahrnehmung.

Historischer Kontext

Die Kruithof-Kurve

1941
1986
1990
2000
1950
1990
1990

(wenn das Datum unbekannt oder nicht relevant ist, z. B. „Strömungsmechanik“, wird eine gerundete Schätzung seines bemerkenswerten Auftretens bereitgestellt)

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